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Weltweit Schaeffler spart 50 Millionen Euro Personalkosten
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Schaeffler spart 50 Millionen Euro Personalkosten
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16:25 28.07.2009
Quelle: Timm Schamberger/ddp (Archivbild)
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Dies teilten Schaeffler und der Gesamtbetriebsrat am Dienstag mit. Allerdings gilt diese Garantie nur für den Fall, dass die Talsohle der wirtschaftlichen Entwicklung tatsächlich bereits erreicht sei und sich die Märkte 2010 wieder leicht erholten. Ähnliche Vereinbarungen sollen auch für andere Standorte getroffen werden.

Personalchef Klaus Widmaier appellierte an die Beschäftigten der übrigen Schaeffler-Standorte, sich zu ähnlich „vernünftigen Lösungen“ durchzuringen. Dabei gehe es um Werke in Herzogenaurach, Ingolstadt, Eltmann, Homburg und Höchstadt, sagte ein Unternehmenssprecher. In Luckenwalde und Gunzenhausen wurden bereits entsprechende Vereinbarungen getroffen. Im Werk in Wuppertal, wo Großanlagen für Windkraftwerke gefertigt werden, gebe es hingegen keine Einsparmöglichkeiten. Hier herrsche derzeit Vollbeschäftigung. Das gelte auch für den Ersatzteilvertrieb in Langen bei Frankfurt am Main.

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Die Einsparungen in Schweinfurt sollen über natürliche Fluktuation, freiwillige Aufhebungsverträge und Altersteilzeit sowie durch Verkürzungen der Arbeitszeit bei gleichzeitigen Lohnkürzungen und die weitere Nutzung der Kurzarbeit erreicht werden. Sollte die „vorsichtig positive“ Wirtschaftsprognose sich als nicht haltbar erweisen, sind sich Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter darüber einig, dass es dann auch betriebsbedingte Kündigungen geben darf. In Schweinfurt produziert Schaeffler mit rund 5000 Mitarbeitern vor allem Wälzlager für industrielle Anwendungen.

Schaeffler-Gesamtbetriebsratschef Norbert Lenhard sagte, der Kompromiss in Schweinfurt trage „den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung“. Er hoffe nun auf eine schnelle wirtschaftliche Belebung. „Mit dieser Vereinbarung gewinnen wir Zeit für sozialverträgliche Lösungen.“ Infolge der Umsatzrückgänge hatte die Schaeffler Gruppe im Mai angekündigt, die Personalkosten in Deutschland um insgesamt 250 Millionen Euro zu reduzieren. Die mit dem Betriebsrat verabredete Frist dafür endet am 31. Juli.

Insgesamt rechnet das Herzogenauracher Familienunternehmen für 2009 mit einem Jahresumsatz von rund 7,5 Milliarden Euro gegenüber 8,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

ddp