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Weltweit Softwarepanne: Comdirect-Kunden wurden über Nacht zu Millionären – oder verloren Unsummen
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Softwarepanne: Comdirect-Kunden wurden über Nacht zu Millionären – oder verloren Unsummen
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17:57 26.07.2019
Einige Bankkunden wurden offenbar von ihrem neuen Kontostand überrascht. Quelle: imago/Schöning
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Hannover

1,2 Millionen waren plötzlich auf dem Konto – so schildert es ein Kunde der Comdirect-Bank, der am Donnerstag die Auswirkungen einer Softwarepanne zu spüren bekam. Die hat die Commerzbank-Tochter mittlerweile zugegeben, nachdem sich zahlreiche Nutzer von Onlinedepots in sozialen Medien zu Wort gemeldet hatten.

„Da öffnest Du Dein Aktiendepot und bekommst einen Herzinfarkt“, schreibt ein Nutzer auf Twitter – und postet einen Screenshot aus der Comdirect-App. 1. 257 .850,08 zeigte sein Kontostand an.

Weitere Nutzer schilderten Ähnliches, auch wenn längst nicht alle Euphorie verspürten. „Hey Comdirect, alles gut bei euch? Ich habe den Eindruck eure App ist gerade krank“, schilderte einer, dessen Depot laut Comdirect-App um etwa 4,5 Millionen Euro erleichtert wurde.

Die Bank hat gegenüber dem Handelsblatt technische Probleme eingestanden. „Bedingt durch einen Fehler bei einem Dienstleister wurden am frühen Donnerstag einige Kurse vorübergehend nicht korrekt angezeigt.“ Das habe etwa die Depotübersicht betroffen, erklärte eine Sprecherin der Zeitung.

Demnach hat es sich allerdings um ein reines Darstellungsproblem gehandelt. Der reale Depotbestand sei nicht betroffen, so die Sprecherin weiter. Der Fehler sei bis zum Börsenstart korrigiert worden.

Keine Seltenheit

Die Comdirect-Bank ist nicht das erste deutsche Geldinstitut, das mit IT-Problemen zu kämpfen hat. Das Handelsblatt berichtete zuletzt von Problemen bei der Deutschen Kreditbank. Der FAZ zufolge gab es jüngst auch Störungen bei der Deutschen Bank – die IT Beobachtern zufolge ohnehin eine Dauerbaustelle ist.

Aber auch wenn viel über Hacker-Attacken und Cyberkriminalität geredet wird – die häufigsten Ursachen für die Probleme sind offenbar banaler Natur. Oft seien Tippfehler oder misslungene Software-Updates für Probleme verantwortlich, sagte kürzlich der Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Felic Hufeld, der Nachrichtenagentur Reuters.

„Die große Mehrzahl von Cybervorfällen ist nicht Ergebnis krimineller Attacken von außen, sondern das Ergebnis von internen Fehlern“, betonte Hufeld weiter.

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