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Weltweit Stromkonzerne kündigen deutliche Preiserhöhungen an
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Stromkonzerne kündigen deutliche Preiserhöhungen an
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15:45 18.11.2009
Für Strom müssen die Verbraucher bald mehr bezahlen. Quelle: ddp
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Weitere Energieversorger haben am Mittwoch Strompreiserhöhungen angekündigt. So verlangt der drittgrößte deutsche Energiekonzern Vattenfall zum 1. Januar 2010 in der Grundversorgung von Privatkunden in Berlin 5,9 Prozent und in Hamburg 4,4 Prozent mehr für seinen Strom. Für Gewerbekunden steigt der Preis in beiden Städten um 8,9 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der monatliche Grundpreis bleibe stabil.

Das Unternehmen reagiert mit der Preiserhöhung nach eigenen Angaben auf steigende Kosten, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstehen. Diese hätten sich seit der Preiserhöhung von Vattenfall im Jahr 2007 verdoppelt.

Ein Berliner Durchschnittshaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 2200 Kilowattstunden muss den Angaben zufolge im Grundversorgungstarif Berlin Basis rund 2,40 Euro pro Monat mehr bezahlen. Bei einem Hamburger Durchschnittshaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 2500 Kilowattstunden betrügen die Mehrkosten im Grundversorgungstarif Hamburg Basis rund zwei Euro pro Monat.

Die Nummer fünf der Branche, die Oldenburger EWE, erhöht den Strompreis in der Grundversorgung ab 1. Januar pro Kilowattstunde von 20,47 Cent auf 23,09 Cent und den monatlichen Grundpreis von 4,58 Euro auf 5,95 Euro. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von durchschnittlich 3500 Kilowattstunden zahle damit pro Monat 9 Euro beziehungsweise 14 Prozent mehr als bislang, teilte das Unternehmen mit.

Das Unternehmen nannte drei Gründe für die Preiserhöhung: der Anstieg der Netzentgelte, die deutlich höheren Kosten für erneuerbare Energien und gestiegene Einkaufspreise. Zuletzt hatte EWE die Preise vor zwei Jahren erhöht.

Nach Recherchen des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de planen mindestens 46 regionale Versorger, ihre Strompreise ab Januar zu erhöhen. Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden Strom bedeuteten die angekündigten Preiserhöhungen zum Januar einen Kostenanstieg um durchschnittlich 4,7 Prozent oder 43 Euro jährlich, sagte Toptarif-Experte Thorsten Bohg am Mittwoch. Die Preisfestsetzung der Unternehmen für das kommende Jahr sei allerdings sehr uneinheitlich. So hätten bereits 19 regionale Versorger angekündigt, ihre Strompreise im Januar zu senken.

Die uneinheitliche Preisgestaltung der Unternehmen lasse sich auf Veränderungen bei drei Faktoren zurückführen: die Beschaffungskosten der Versorger, die gesetzliche Umlage für Erneuerbare Energien (EEG-Umlage) und die Transportkosten für Strom, sagte Bohg. Auf der einen Seite seien die Beschaffungskosten der Unternehmen im vergangenen Jahr erheblich zurück gegangen, was allgemein sinkende Strompreise für 2010 zur Folge gehabt hätte.

Einen erheblichen Anstieg gebe es für 2010 hingegen bei der gesetzlichen EEG-Umlage, deren Kosten vereinheitlicht werden und sich gegenüber 2009 auf rund zwei Cent pro Kilowattstunde verdoppeln. Zudem seien die Netzentgelte 2009 signifikant gestiegen, weshalb viele Versorger höhere Preise für die Nutzung von Übertragungsnetzen und den Transport des Stroms zum Verbraucher zahlen müssten.

ddp

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