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Weltweit Talanx bleibt trotz Flutschäden auf Kurs
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Talanx bleibt trotz Flutschäden auf Kurs
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08:32 15.08.2013
Von Albrecht Scheuermann
Talanx kostet die Flut mehr als 230 Millionen Euro. Das Gewinnziel des Konzerns ist jedoch nicht gefährdet. Quelle: dpa
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Hannover

Für den Gesamtkonzern wird die Belastung durch die Flut auf 232 Millionen Euro netto beziffert. Auf der anderen Seite profitierte das Unternehmen von Beteiligungsverkäufen.

Das erste Halbjahr sei einerseits geprägt von „erfreulichem Wachstum“ und dem Gewinn aus dem Teilverkauf der Swiss-Life-Beteiligung. Andererseits schlügen aber Großschäden, insbesondere die starke Flut in Mitteleuropa, zu Buche, sagte Konzernchef Herbert K. Haas. „In Summe überwiegen die positiven Effekte, deshalb sind wir vorsichtig optimistisch, ein Konzernergebnis nach Steuern von rund 700 Millionen Euro für das Jahr 2013 erreichen zu können.“ Bislang hatte er ein Ziel von „mehr als 650 Millionen Euro“ ausgerufen.

In den ersten sechs Monate des Jahres blieb das Konzernergebnis im Versicherungsgeschäft wegen der höheren Schäden unter dem Vorjahreswert, dagegen legte das Kapitalanlageergebnis deutlich zu. Hier schlug sich auch der Verkauf von Swiss-Life-Aktien nieder, was allein einen Nettogewinn von fast 100 Millionen Euro bescherte. Talanx hatte sich vor wenigen Jahren mit rund 10 Prozent an dem Schweizer Lebensversicherer beteiligt und trennte sich nun wieder von einem großen Teil dieses Pakets. Der kräftige Kursanstieg der Swiss-Life-Aktien in den vergangenen Jahren machte dies zu einem lohnenden Geschäft.

Unter dem Strich legte das Konzernergebnis im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf 407 Millionen Euro zu. Gleichwohl wurde das Eigenkapitalpolster merklich dünner. Es schrumpfte im zweiten Quartal um 568 Millionen Euro, wofür das Unternehmen „Bewertungseffekte“ sowie die Dividendenzahlung verantwortlich macht. Im Mai schüttete die Talanx AG 1,05 Euro je Aktie aus, dies summierte sich auf insgesamt gut 260 Millionen Euro. „Gleichwohl ist der Talanx-Konzern sehr solide kapitalisiert“, wurde beteuert.

Der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern, der erst im vergangenen Herbst an die Börse gegangen war, wächst kräftig. Die Konzernbeitragseinnahmen kletterten im ersten Halbjahr um 10 Prozent auf 15 Milliarden Euro. Dies war zwar zum Teil auf Übernahmen anderer Gesellschaften, allen voran den Erwerb der Versicherungsgruppe Warta in Polen, zurückzuführen, aber auch ohne diese Effekte blieb nach Angaben des Unternehmens ein Prämienplus von 6 Prozent.

Nach dem Abschluss des ersten Halbjahrs bekräftigt Talanx die Ziele für das Gesamtjahr. Dazu gehören ein Prämienwachstum von mindestens 4 Prozent, eine Kapitalanlagerendite von mehr als 3,5 Prozent und eine Eigenkapitalrendite von rund 10 Prozent.
Haupteigentümer der Talanx AG ist der Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI) V. a. G. Durch einen Aktienverkauf Anfang Juli hat sich allerdings der Anteil der freien Aktionäre um 3,2 Prozentpunkte auf 14,4 Prozent erhöht. Ein weitere Großaktionär ist die japanische Meiji Yasuda Life mit 6,5 Prozent.

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