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Weltweit Benzinpreise drohen so stark wie lange nicht zu steigen
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Benzinpreise drohen so stark wie lange nicht zu steigen
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12:00 14.08.2018
Die Fahrt zur Tankstelle könnte in den kommenden Monaten unbequem werden. Die Spritpreise werden vermutlich stark steigen. Quelle: Harald Tittel/dpa
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Hannover

In drei Monaten treten die nächsten Sanktionen der USA gegen Iran in Kraft, Washington will die Öl-Exporte des Landes auf Null senken. Die Öl- und Spritpreise könnten deshalb steigen, womöglich so stark wie lange nicht mehr.

Schon jetzt geht es nach oben: Der Preis für ein Fass (159 Liter) ist innerhalb eines Jahres um etwa 40 Prozent gestiegen. Und die Gefahr kurzfristig steigender Preise ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Der Ausfall der Ölexporte des Iran kann kaum kompensiert werden

Große Förderländer wie Saudi-Arabien und Russland können einen Ausfall kaum ausgleichen – sie produzieren bereits nahe am Rekordniveau. Eineinhalb Jahre lang versuchte das Ölkartell Opec zusammen mit zehn anderen Petrolstaaten die Preise zu stabilisieren, indem die Ölproduktion drastisch gekürzt wurde. Die gute Weltkonjunktur treibt die Nachfrage an. Die Autofahrer in Deutschland haben das Nachsehen: Seit dem Frühjahr sind die Spritpreise nach Angaben des ADAC deutlich gestiegen. Im März lag der Preis für einen Liter Benzin noch unter 1,30 Euro, jetzt müssen mindestens 1,47 Euro oder mehr bezahlt werden.

Autofahrer können Preise per App überprüfen

Mittlerweile können die Autofahrer die Preisentwicklung an den Zapfsäulen per App fürs Smartphone minutengenau verfolgen. Seit 2013 müssen die Tankstellenbetreiber auf Druck des Bundeskartellamts jede Preisänderung innerhalb von fünf Minuten an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe melden. Sie untersteht dem Bundeswirtschaftsministerium und leitet die Informationen an die Betreiber von Infodiensten weiter.

„Die Signale deuten darauf hin, dass durch die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe der Wettbewerb gefördert wird“, heißt es aus dem Ministerium. Bisher hat die Aufzeichnung der Preise gezeigt, „dass keine wesentlichen Anhebungen der Preisniveaus zu Ferienzeiten mehr erfolgen“. Jedoch seien die sich täglich wiederholenden Preiszyklen stärker ausgeprägt. Während 2017 abends die Preise am höchsten waren, stiegen Anfang 2018 vor allem morgens die Preise. Das Wirtschaftsministerium rechnet die Preisverschiebung der Preisüberwachung zu: „Viele Verbraucher nutzen die mit der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe bestehenden Preisvergleichs- und Einsparmöglichkeiten über Apps und Internetseiten.“

Von RND/Frida Kammerer

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