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Weltweit ThyssenKrupp streicht 20.000 Stellen
Nachrichten Wirtschaft Weltweit ThyssenKrupp streicht 20.000 Stellen
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17:34 27.11.2009
Bis zum Herbst 2010 will ThyssenKrupp 20.000 streichen. Quelle: afp
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Der Konzern fuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr bis September einen Verlust von knapp 1,9 Milliarden Euro ein, dennoch will er 139 Millionen Euro an seine Aktionäre ausschütten.

5000 Stellen baut ThyssenKrupp direkt ab, wie Schulz sagte. Weitere 15.000 Stellen sollen durch den Verkauf von Unternehmensteilen wegfallen. So habe sich ThyssenKrupp etwa bereits von Teilen seiner traditionsreichen Schiffswerften getrennt oder werde dies noch tun. Daneben habe der Konzern auch eine Gerüstbau-Tochter in Nordamerika abgestoßen. ThyssenKrupp hatte bereits im Geschäftsjahr zuvor weltweit 12.000 Arbeitsplätze eingespart. 60 Prozent der Mitarbeiter von ThyssenKrupp arbeiten im Ausland.

Trotz des Stellenabbaus und des Milliardenverlustes will der Konzern seinen Anteilseignern eine Dividende ausschütten. Der Aufsichtsrat habe der Ausschüttung von 30 Cent je Aktie zugestimmt, sagte Schulz. Bei der Aktionärshauptversammlung am 21. Januar müssten nun auch noch die Anteilseigener selbst ihre Zustimmung erteilen.

ThyssenKrupp habe bereits in der Vergangenheit wert darauf gelegt, dass die Anleger kontinuierlich Dividenden erhielten, sagte Schulz. In guten Jahren seien die Ausschüttungen eher moderat ausgefallen, dafür könnten die Aktionäre nun auch in der Krise profitieren. Eine solche Dividendenpolitik sei im Interesse aller Aktionäre. "Gerade für Kleinanleger stellt die Dividendenzahlung und deren Regelmäßigkeit ein wichtiges Anlagekriterium dar", sagte Schulz.

Der Konzern hatte bereits vor rund zwei Wochen mitgeteilt, dass er im September abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Strich 2,4 Milliarden Euro Verlust gemacht hat. Der Umsatz sei um 24 Prozent auf 40,5 Milliarden Euro geschrumpft, sagte Schulz nun. Grund sei neben dem massiven Preisverfall für Stahl in der Krise auch der laufende Konzernumbau gewesen. Die sich derzeit abzeichnende Erholung der Wirtschaft sehe ThyssenKrupp "noch als fragil an". Der Konzern rechne mit einer langsamen Verbesserung. Für 2010 bestehe das "Risiko eines temporären Rückschlags". Erst 2012 werde ThyssenKrupp voraussichtlich wieder das Niveau von 2008 erreichen.

afp

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