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Weltweit US-Umweltbehörde lehnt Rückrufplan von VW ab
Nachrichten Wirtschaft Weltweit US-Umweltbehörde lehnt Rückrufplan von VW ab
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10:24 14.07.2016
Neuer Ärger für VW in den USA: Das kalifornische Umweltamt CARB hat den Rückrufplan für Drei-Liter-Motoren als unzureichend und unvollständig abgelehnt. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Sacramento

Die Abwicklung des Abgasskandals in den USA könnte für Volkswagen doch noch einmal teurer werden: Die kalifornische Umweltbehörde (Carb) hat den Rückrufplan von Volkswagen für rund 16.000 Drei-Liter-Diesel-Fahrzeuge als unzureichend abgelehnt. In einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an den Autohersteller heißt es, der Plan sei unvollständig und weit davon entfernt, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

VW will mit den Behörden enger zusammenarbeiten

Ein VW-Sprecher sagte zunächst, der Konzern müsse die Dokumente zunächst genau prüfen. "Wir arbeiten selbstverständlich weiter eng mit den Behörden zusammen", versicherte er.

Die Einigung mit den US-Behörden auf Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt 15 Milliarden Dollar (13,3 Milliarden Euro) ist davon nicht betroffen – hier geht es um rund 480.000 Zwei-Liter-Diesel. VW hatte im September 2015 zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge unterschiedlicher Marken des Konzerns eine illegale Software eingebaut zu haben. Das Programm reduziert den Ausstoß von schädlichen Stickoxiden bei standardisierten Tests.

Betroffen sind Fahrzeuge mit Zwei-Liter-Motor und mit Drei-Liter-Motor. US-Kunden mit einem Diesel mit Zwei-Liter-Motor will der Konzern mit bis zu 10.000 Dollar entschädigen. Dieselautos mit Drei-Liter-Motor sollen lediglich in die Werkstätten gerufen werden. Eine Entschädigung ist dagegen für europäische Kunden nicht vorgesehen.

US-Behörden: 40 Mal mehr Stickstoff als erlaubt

Ein VW-Anwalt hatte bei einer Anhörung vor Gericht in Kalifornien gesagt, diese "technische Anpassung" bei Autos der Marken VW, Audi und Porsche sei nicht kompliziert.

Die Carb sieht das offenbar nicht so. Sie schrieb jedoch, zusammen mit der Bundesumweltbehörde EPA setze sie ihre Gespräche mit VW über eine "annehmbare" und legale technische Lösung fort, um den zu hohen Ausstoß von Stickoxiden "komplett" zu reduzieren. Die Drei-Liter-Diesel stoßen nach Angaben der US-Behörden bis zu 40 Mal mehr Stickstoff aus als in den USA erlaubt.

dpa/afp/RND

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