Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Weltweit Urteil zu erhöhten Prime-Gebühren: Amazon-Kunden bekommen Geld zurück – auch bei uns?
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Urteil zu erhöhten Prime-Gebühren: Amazon-Kunden bekommen Geld zurück – auch bei uns?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:55 20.06.2019
Amazon-Kunden bekommen Geld zurück. Quelle: imago images / imagebroker
Anzeige
Wien

Im Februar 2017 hat Amazon die Preise für seinen Premium-Dienst Prime erhöht – und zwar auch für Bestandskunden. Diese Erhöhung war nicht zulässig, haben nun das Wiener Handelsgericht und das Oberlandesgericht geurteilt – weshalb Amazon reichlich Geld zurück erstatten muss.

Konkret geht es um die Prime-Gebühren aus den Jahren 2017 und 2018. Diese hatten sich von 49 auf 69 Euro erhöht, bei Studenten von 24 auf 34 Euro. Weil dies nicht zulässig war, winkt Kunden eine teilweise Rückerstattung. Sie können bis zu 40 beziehungsweise 20 Euro zurückbekommen, wenn sie von der Erhöhung betroffen waren.

Lesen Sie auch

Grüne wollen Amazon Vernichtung von Retouren verbieten

Geklagt hatte die Arbeiterkammer Österreich, die nun mit Amazon eine Vereinbarung zum Wohle der Kunden geschlossen hat. Auf Drängen der Verbraucherschützer können Kunden nun über die Service-Funktionen auf Amazons Webauftritt das Geld zurück verlangen.

Rückerstattung bis Ende Juni

Konkret müssen sie dazu auf die Webseite des Kundendienstes gehen und dort „Prime und sonstiges“ auswählen. Im zweiten Schritt können Nutzer nun im Drag-Down-Menü „AK-Vergleich“ auswählen. Mit dem dann erscheinenden Kontaktformular kann Amazon formlos angeschrieben und um Rückerstattung der zu viel bezahlten Abogebühren gebeten werden. Möglich ist die Rückerstattung bis Ende Juni.

Lesen Sie auch

Wer wirklich Schuld ist am Amazon-Irrsinn

Dass das auch bei einigen Nutzern aus Deutschland möglich ist, hilft hiesigen Amazon-Kunden allerdings nicht viel: Das Urteil bezieht sich nur auf den Österreichischen Raum und gilt hier nicht. Die Arbeiterkammer habe gegen eine konkrete Vertragsklausel für österreichische Kunden geklagt, weshalb der Fall sich nicht auf Deutschland übertragen lasse, sagte das Europäische Verbraucherschutzzentrum der Zeitung „Der Standard“.

Demnach haben deutsche Verbraucherschützer bislang nicht geplant, gegen die Abogebühren gegen Amazon vorzugehen. Die Verbraucherzentralen wollten den Fall zwar prüfen, hätten aber bislang keine Klagen geplant, teilte der Bundesverband der Verbraucherzentralen dem Standard mit.

Auch Rechnungsgebühren fallen weg

Unterdessen können sich Österreicher Kunden noch über weitere Rückzahlungen freuen: Wer in Österreich auf Rechnung bezahlte, musste seit November 2009 1,51 Euro zusätzlich überweisen. Die Extragebühr ist nun ebenfalls Geschichte und kann zurück gefordert werden.

Weitere Vorteile, die die österreichische Arbeiterkammer erstritt: Geschenkgutscheine müssen künftig zehn Jahre lang gültig sein. Und Amazon muss darauf achten, dass in Österreich statt der deutschen Mehrwertsteuer (19%) stets die österreichische ausgewiesen wird.

Von RND/Christoph Höland

Mehr Züge, bessere Bahnhöfe, und 100.000 neue Mitarbeiter – die Deutsche Bahn hat eine neue Strategie angekündigt. Doch wie das finanziert werden soll, ist noch unklar.

20.06.2019

Die Zahl der Millionäre wächst und wächst. Bisher dominieren noch Länder wie die USA und China sowie viele europäische Staaten das Ranking. Doch das Bild dürfte sich in den kommenden Jahren deutlich verändern.

20.06.2019

Der US-Präsident löst ein Wahlkampfversprechen ein: Donald Trump greift der angeschlagenen Kohleindustrie unter die Arme. Ein Aufschrei der amerikanischen Umweltbehörde bleibt allerdings aus – das Gegenteil ist der Fall.

19.06.2019