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Weltweit VWN will bis zu 4000 Stellen per Altersteilzeit abbauen
Nachrichten Wirtschaft Weltweit VWN will bis zu 4000 Stellen per Altersteilzeit abbauen
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16:26 16.11.2018
VWN-Werk in Hannover-Stöcken.
VWN-Werk in Hannover-Stöcken. Quelle: dpa
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Hannover

Die VW-Sparte Volkswagen Nutzfahrzeuge will in Hannover auf dem Weg zur E-Auto-Fabrik bis 2028 jährlich 300 bis 400 Stellen über Altersteilzeit abbauen. Hannover sei nicht der günstigste Standort – 300 bis 400 Abgänge pro Jahr seien daher das „Ziel, das wir erreichen sollten“, sagte Markenchef Thomas Sedran in Hannover. Derzeit beschäftige die Sparte der leichten Nutzfahrzeuge rund 14 000 Menschen, sagte Marken-Personalvorstand Thomas Edig. „Wir sind auf jeden Fall bis 2028 fünfstellig.“ Zuvor war bekanntgeworden, dass Volkswagen künftig auch an den Standorten Hannover und Emden E-Autos bauen will.

1,5 Milliarden Euro an Investitionen für Hannover

Volkswagen will ab Ende 2019 die Produktion von E-Autos hochfahren – dann rollt das erste rein elektrische Modell der ID-Familie in Zwickau vom Band. In Hannover solle künftig der elektrische Kleinbus ID Buzz neben dem „Bulli“ gefertigt werden, sagte Sedran. Laut Konzernbetriebsrat soll ein weiteres großes E-Fahrzeug hinzukommen, insgesamt fließen demnach mehr als 1,5 Milliarden Euro an Investitionen nach Hannover – vor allem in den Einstieg in die Elektromobilität.

Hannovers Betriebsratschefin Bertina Murkovic erklärte, mit den Produktentscheidungen sei der Standort zukunftssicher. Basis sei die bis 2028 verlängerte Beschäftigungssicherung. Außerdem sei ein Transformationsfonds in zweistelliger Millionenhöhe unter anderem für Qualifizierung beschlossen worden. Edig sprach von „außerordentlich schwierigen“ Verhandlungen.

Im Juni war bekanntgeworden, dass die VW-Sparte Gespräche mit Ford über eine Kooperation bei Nutzfahrzeugen führt. Das Ziel: Entwicklungs- und Produktionskosten teilen und Kosten sparen. Eine gegenseitige Kapitalbeteiligung mit dem US-Autobauer schloss Volkswagen-Chef Herbert Diess unterdessen aus. Das sei kein Ziel der Gespräche.

Von dpa/RND

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