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Weltweit Vier Nährwert-Logos kommen in Verbraucher-Umfrage
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Vier Nährwert-Logos kommen in Verbraucher-Umfrage
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20:51 27.06.2019
Auf einer Packung Joghurt ist der sogenannte “Nutri-Score“ zu sehen. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Berlin

In der Debatte um klarere Kennzeichnungen für Zucker, Fett und Salz in vielen Lebensmitteln soll die Entscheidung zwischen vier Modellen fallen. Darauf einigten sich Vertreter von Koalition, Ernährungsbranche und Verbraucherzentralen, wie Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Die Modelle sollen nun im Juli und August in einer Verbraucherbefragung auf Verständlichkeit hin untersucht werden. Auf Grundlage der Ergebnisse soll dann im Herbst entschieden werden, welches Modell die Bundesregierung zur freiwilligen Nutzung auf Packungen empfiehlt.

Teil der Befragungen zwei noch nicht praxiserprobte Modelle

Unter den vier Modellen ist das aus Frankreich stammende System Nutri-Score, für das sich Verbraucherschützer und die SPD stark machen. Es bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe oder Proteine in eine Bewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an - auf einer fünfstufigen Skala von dunkelgrün bis rot. Erste Produkte damit sind schon in deutschen Supermärkten zu kaufen.

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Getestet werden sollen außerdem das „Keyhole“-Modell aus Skandinavien mit einem weißen Schlüsselloch auf grünem Grund, das eine positive Nährwertbewertung anzeigt. Teil der Befragungen sind daneben zwei noch nicht in der Praxis eingesetzte Modelle: ein vom bundeseigenen Max-Rubner-Forschungsinstitut entwickeltes Logo und ein Label, das der Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft BLL vorgeschlagen hat.

Verpflichtendes nationales System europarechtlich nicht möglich

Vorgesehen sind zunächst intensivere Gruppendiskussionen mit acht bis zehn Teilnehmern in mehreren Städten in Deutschland. Darauf soll eine repräsentative Umfrage mit wohl rund 1000 Befragten folgen. Klöckner betonte, für sie solle das Ergebnis maßgeblich sein. „Wir haben keine Präferenz.“ Das Logo müsse aber wissenschaftlich fundiert sein und solle Verbrauchern die Wahl gesünderer Produkte erleichtern. Ein verpflichtendes nationales System sei europarechtlich nicht möglich.

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Von RND/dpa

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