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Weltweit Volksbank Hannover zufrieden mit Kreditgeschäft
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Volksbank Hannover zufrieden mit Kreditgeschäft
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22:00 28.01.2015
Von Albrecht Scheuermann
Die Hannoversche Volksbank spürt nichts von der angeblichen Investitionszurückhaltung der Unternehmer. Quelle: Surrey
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Hannover

Die Hannoversche Volksbank spürt nichts von der angeblichen Investitionszurückhaltung der Unternehmer. Ihr Vorstandssprecher Jürgen Wache äußerte sich jedenfalls am Mittwoch sehr befriedigt über das Kreditgeschäft mit dem Mittelstand. Norddeutschlands größte Volksbank vergab vergangenes Jahr fast 4900 neue Kredite im Umfang von 830 Millionen Euro. Der Kreditbestand kletterte damit um 4,8 Prozent auf 2,89 Milliarden Euro - deutlich stärker als im Bankgewerbe insgesamt. „In der Wirtschaftsregion Hannover tut sich was, vielen Unternehmen geht es sehr gut“, sagte Wache. Dies zeige sich in der Kreditnachfrage.

Das Wachstum hilft der Bank, die Folgen des scharfen Zinsrückgangs abzufedern. So schaffte es das Unternehmen vergangenes Jahr, den Zinsüberschuss leicht zu steigern. „Wir wollen im Kreditgeschäft stärker wachsen als im Einlagengeschäft“, betonte Wache. Dies sei wichtig, weil die Margen wegen des Zinstiefs weiter sinken dürften. Schließlich könne und wolle die Bank die Einlagenzinsen nicht unter null senken. „Da würden die Kunden auf die Barrikaden gehen.“ Trotz der Mini-Zinsen lieferten die Kunden voriges Jahr mehr Geld bei der Volksbank ab, sodass der Einlagenbestand um 3,3 Prozent auf 3,55 Milliarden Euro wuchs.

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Obwohl Zins- und Provisionsüberschuss leicht zulegten, sank das Betriebsergebnis der Bank um 2 Prozent. Der Grund dafür sind deutlich steigende Verwaltungsausgaben. Wache hob hervor, dass es sich dabei um Investitionen handele, die ab 2016 zu Einsparungen sowie höheren Erträgen führen sollen. Auch der Personalbestand wurde um fast 20 Mitarbeiter auf 992 aufgestockt. Unter dem Strich verbuchte das Geldhaus einen Gewinn von 13 Millionen Euro - etwa 2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Mitglieder sollen wieder eine Dividende von 5,5 Prozent erhalten.

Nach Angaben der Bank konnte sie die Zahl der Genossenschaftsmitglieder netto um fast 500 auf mehr als 107 000 ausbauen. Brutto, also ohne die Abgänge, stießen fast 4000 neue Mitglieder zur Bank. Die Zahl der Neukunden belief sich sogar auf 6500. Da jedoch die Abgänge noch größer waren, ging die Gesamtkundenzahl von 230 000 auf 228 000 zurück. Für Wache ist das jedoch kein Beinbruch: „Wir gewinnen interessante neue Kunden.“ Dagegen handele es sich bei den Kunden, die der Bank den Rücken kehrten, oft um „vergessene Sparbücher“.

Die Bank hat im vergangenen Herbst bekannt gegeben, dass zehn kleine Zweigstellen besonders in Ortsteilen von Garbsen und Neustadt geschlossen werden. An dieser Entscheidung werde trotz einiger Proteste nicht mehr gerüttelt, der Betrieb sei „wirtschaftlich nicht mehr möglich“, hieß es. Allerdings sei die Bank bestrebt, den betroffenen Kunden bei der Bargeldbeschaffung oder im Überweisungsverkehr Alternativen zur Zweigstelle aufzuzeigen. Mit größeren Kundenverlusten rechnet die Bank daher nicht.

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