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Weltweit Continental hebt Jahresprognose an
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Continental hebt Jahresprognose an
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10:57 31.07.2014
Hat seine Jahresprognose erneut angehoben: Der hannoversche Autozulieferer Continental. Quelle: dpa
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Hannover

Der weltgrößte Autozulieferer Continental schraubt seine Jahresprognose aufs Neue nach oben. Der Dax-Konzern begründete die besseren Aussichten für das Gesamtjahr zur Vorlage der Halbjahresbilanz am Donnerstag unter anderem mit günstigen Kautschukpreisen für das wichtige Reifengeschäft. Der voraussichtliche Naturkautschuk-Preis dürfte in der Reifensparte über das Jahr hinweg 160 Millionen Euro zusätzlich freisetzen. Entsprechend hob der Branchenprimus seinen Ausblick an: Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn soll nun 11 Prozent des Umsatzes ausmachen.

Zuvor waren noch 10,5 Prozent angepeilt worden. Es ist die zweite Erhöhung in Folge. Ursprüngliche hatte Conti zum Jahresstart 10 Prozent Marge als Zielvorgabe ausgegeben. Allerdings senkte das Unternehmen gleichzeitig die Messlatte für den Umsatz. Den starken Euro hatte Conti zunächst mit 700 Millionen Euro Belastung für das Jahr eingepreist und damit insgesamt 35 Milliarden Euro an Jahreserlös in Aussicht gestellt. Zum Halbjahr sind nun aber schon 600 der 700 Millionen Euro Währungsbelastung erreicht, Conti rechnet mit rund einer Milliarde Euro negativen Umrechnungseffekten.

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Die Umsatzprognose sinkt damit von rund 35 auf 34,5 Milliarden Euro. Dennoch ist die erhöhte Gewinnprognose auch in absoluten Zahlen noch sichtbar. Rund 120 Millionen Euro mehr Gewinn dürften mit der neuen Zahlenkonstellation zusammenkommen. Die erste Erhöhung der Gewinnmarge von 10,0 auf 10,5 Prozent war bereits im April erfolgt.

In den beiden vergangenen Quartalen verbuchte Conti 16,92 Milliarden Euro Umsatz. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) kamen 1,81 Milliarden Euro zusammen (Halbjahr 2013: 1,63 Mrd Euro). Unter dem Strich blieben 1,30 Milliarden Euro übrig, was gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres einer Verbesserung von rund 14 Prozent entspricht. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs zwischen den Stichtagen zum 30. Juni konzernweit um fast 7 Prozent auf mittlerweile 186.278 Menschen.

dpa

Kein weiterer Zukauf geplant

Der Autozulieferer Continental dämpft die Erwartungen für weitere Zukäufe. "Erwarten Sie in den nächsten Monaten nicht die Ankündigung einer weiteren größeren Übernahme", sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer.

Der Dax-Konzern hatte seinen Schuldenberg weiter abgetragen und sich damit Luft für weitere Akquisitionen verschafft. Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in vielen Regionen will Conti das Geld jedoch zunächst zusammenhalten. Noch vor wenigen Monaten hatte Schäfer eine weitere Übernahme binnen eineinhalb Jahren als denkbar bezeichnet.

.Conti hatte im Februar die Übernahme des US-Kunststoff- und Kautschukspezialisten Veyance für 1,4 Milliarden Euro angekündigt und wartet noch auf die Freigabe durch die Kartellbehörden. Der Deal soll im Herbst abgeschlossen werden.

Mit Blick auf die verschärften Sanktionen der EU gegen Russland sagte Schäfer, Conti sei davon nicht direkt betroffen. Man spüre aber die Schwäche des russischen Marktes. Im ersten Halbjahr sei die Autoproduktion dort um zehn Prozent eingebrochen. Er gehe davon aus, dass sich der Markt in dem osteuropäischen Land in den nächsten Monaten nicht erholen werde. Die Auswirkungen auf das eigene Geschäft hielten sich jedoch in Grenzen, da Russland in der Summe deutlich unter einem Prozent des Konzernumsatzes ausmache.

Reuters

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