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Weltweit Weil: VW-Turbo in Asien sichert auch Jobs daheim
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Weil: VW-Turbo in Asien sichert auch Jobs daheim
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09:34 27.04.2013
2012 war in Westeuropa das mieseste Autojahr seit mehr als zwei Dekaden – doch in Asien boomt der Markt.
2012 war in Westeuropa das mieseste Autojahr seit mehr als zwei Dekaden – doch in Asien boomt der Markt. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Für Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) ist das Rekordtempo von Volkswagen in Übersee kein Anlass zur Sorge um die Jobs daheim. „Diese Gegenüberstellung „wir schwächen uns zu Hause, wenn wir uns globalisieren“, die ist falsch. Im Gegenteil: Es ist eher so, dass das Kernunternehmen zu Hause dadurch gestärkt wird, wenn man auf den ausländischen Märkten erfolgreich ist“, sagte Weil der Nachrichtenagentur dpa in Hannover.

2012 war in Westeuropa, einem VW-Kernmarkt, das mieseste Autojahr seit mehr als zwei Dekaden. Und während Europas Absatzmarkt derzeit weiter in den Keller rauscht, boomt Asien. Dort vergrößerte VW seine Belegschaft in den vergangenen vier Jahren um 134 Prozent. Auf dem Heimatkontinent dagegen war das Wachstum im selben Zeitraum mit 44 Prozent weitaus schwächer und speiste sich wesentlich aus Übernahmen.

VW-Chef Martin Winterkorn hatte zur Aktionärsversammlung am Donnerstag erstmals Krisenvokabular benutzt und „viel Flexibilität in der Produktion“ gefordert. Erste Auswirkungen gab es bereits im Emder Werk, wo die Mitarbeiter Weihnachten und Ostern länger pausierten.

VW-Aufsichtsrat Weil sieht in all diesen Trends kein Anzeichen für eine nachhaltige Verschiebung der Standortbedeutung hin nach Asien. „Man muss dabei natürlich auf ein ausgewogenes Verhältnis achten. Das tut man bei VW auch, schon alleine durch die besondere VW-Kultur, in der die Arbeitnehmer einen besonderen Einfluss haben“, sagte der Sozialdemokrat. Niedersachsen ist nach Porsche größter VW-Eigner.

Weil ist zuversichtlich, dass VW den Problemen in Europa maßvoll begegnet. „Unter dieser Voraussetzung halte ich nichts davon, den Heimatmarkt und die Heimatstandorte gegen Investitionen woanders auszuspielen. Es muss insgesamt stimmen“, betonte er. Die Wolfsburger bauen derzeit sieben ihrer weltweit zehn geplanten Werke in China.

VW sei nun einmal ein „Weltunternehmen“ und „wenn wir auf Dauer oder zumindest auf Sicht beim Wachstum der europäischen Wirtschaft Probleme haben, dann müssen die deutschen Unternehmen und dann muss auch VW schauen, dass man sein Wachstum woanders generiert“.

Das Land als strategischer VW-Investor und -Dividendenprofiteur habe ureigenes Interesse an einem wettbewerbsfähigen Konzern. „Das passiert am besten sehr kontinuierlich und konsequent. Und das ist auch die Marschvorgabe von Winterkorn“, sagte Weil. „Die Bedeutung von VW für die niedersächsische Wirtschaft war noch nie größer.“ 

dpa

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