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Weltweit Weniger Aufträge, weniger Produktion: Metall- und Elektroindustrie rutscht in Rezession ab
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Weniger Aufträge, weniger Produktion: Metall- und Elektroindustrie rutscht in Rezession ab
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11:24 08.08.2019
In der Automobilindustrie ist die Produktion deutlich zurückgegangen - in der ersten Jahreshälfte 2019 um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Quelle: dpa
Berlin

Die Metall- und Elektroindustrie in Deutschland ist im zweiten Quartal des laufenden Jahres in die Rezession abgerutscht. Das geht aus aktuellen Zahlen des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegen. Nach einem Rückgang der Produktion um 1,6 Prozent im ersten Quartal gegenüber dem vierten Quartal 2018 verbuchte die Branche im zweiten Quartal 2019 ein Minus von 2,4 Prozent. Die Produktion im ersten Halbjahr 2019 lag um 4,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. „Zwei Quartale nacheinander Rückgang – damit haben sich unsere Warnungen vor einer Rezession in der M+E-Industrie als berechtigt erwiesen“, sagte Gesamtmetall-Chefvolkswirt Michael Stahl dem RND. Die Rezession sei nun da.

12 Prozent Minus in der Automobilindustrie

Der Rückgang in der Produktion traf die Automobilindustrie den Angaben zufolge mit einem Minus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreshalbjahr besonders hart. Auch in der Elektroindustrie (-3,5 Prozent) und im Maschinenbau (- 1,7 Prozent) blieb die Produktion deutlich unter den Vorjahreswerten.

Laut Gesamtmetall ist kurzfristig keine Verbesserung in Sicht, da sich auch die Auftragseingänge weiter im Rückwärtsgang befinden. Das Minus beläuft sich hier auf 2,1 Prozent. Im zweiten Quartal waren vor allem der Maschinenbau (-2,5 Prozent) und die Elektroindustrie mit (-3,7 Prozent) gegenüber dem ersten Quartal von einem Rückgang betroffen. Der Fahrzeugbau stabilisierte sich den Angaben zufolge auf niedrigerem Niveau.

Brexit-Angst und globale Handelskonflikte als Ursachen

Die schwierige Lage schlägt sich laut Gesamtmetall inzwischen auch auf die Beschäftigung durch. Im Mai habe es zum ersten Mal seit neun Jahren saisonbereinigt einen leichten Rückgang der Beschäftigung in der Metall- und Elektroindustrie. Die Beschäftigungspläne der Unternehmen deuten darauf hin, dass auch hier so schnell keine Besserung zu erwarten ist. Die Unternehmen seien von den Auseinandersetzungen im Welthandel, vom weiter drohenden ungeregelten Brexit und von der aufgeflammten Klimadebatte verunsichert, so Gesamtmetall-Chefvolkswirt Stahl. Aber auch Investoren im In- und Ausland würden sich derzeit zurückhalten: „Dies trägt zur Eintrübung des Konjunkturbildes merklich bei. Trotzdem gehen wir bislang davon aus, dass wir eine konjunkturelle Delle erleben.“

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Von Rasmus Buchsteiner/RND

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