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Weltweit Wilke-Skandal: Foodwatch fordert Offenlegung der Kundenliste
Nachrichten Wirtschaft Weltweit Wilke-Skandal: Foodwatch fordert Offenlegung der Kundenliste
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11:23 08.10.2019
Der Fleischhersteller Wilke Wurstwaren hat nach zwei Todesfällen Insolvenz angemeldet. Quelle: Uwe Zucchi/dpa
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Berlin/Wiesbaden

Nach zwei Todes- und mehreren Krankheitsfällen durch keimbelastete Wurst hat die Organisation Foodwatch die zuständigen Behörden in Hessen ultimativ zur Veröffentlichung aller belieferten Betriebe aufgefordert. "Es kann ja nicht sein, dass es eine Liste gibt, diese aber nicht veröffentlicht wird", sagte ein Sprecher am Sonntag.

Mit einem Eil-Antrag vom Sonntag an den Landkreis Waldeck-Frankenberg, das Regierungspräsidium Darmstadt und das hessische Verbraucherschutzministerium will die Organisation eine Offenlegung binnen 48 Stunden. Verstreiche diese Frist, wolle man die Veröffentlichung über ein Gericht durchsetzen.

Schnellwarnstelle legt belieferte Betriebe offen

Die Organisation sieht Gefahr im Verzug. Es sei als äußerst wahrscheinlich zu betrachten, "dass sich vom Rückruf betroffene Produkte der Firma Wilke noch im Umlauf" befänden, heißt es in dem Antrag. In den Produkten des Herstellers Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG aus Twistetal waren mehrfach Listerien-Keime nachgewiesen worden.

Lesen Sie auch: Rückruf wegen Keimen in Wurst: Zwei Tote, Firma geschlossen

Nach Angaben des zuständigen Landkreises Waldeck-Frankenberg hat die Firma mittlerweile der Schnellwarnstelle beim Regierungspräsidium Darmstadt eine Liste der belieferten Betriebe zur Verfügung gestellt. Die Schnellwarnstelle habe diese europaweit an alle Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden verteilt, heißt es auf der Website des Landkreises mit Verwaltungssitz in Korbach.

Lesen Sie auch: Nach zwei Todesfällen: Wie gefährlich sind Listerien?

RND/dpa

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