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Wissen 12 weitere Fakten: Was wir heute über den Mond wissen – und was noch nicht
Nachrichten Wissen 12 weitere Fakten: Was wir heute über den Mond wissen – und was noch nicht
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09:09 19.07.2019
Der Mond ist während einer partiellen Mondfinsternis zu sehen. Quelle: Sina Schuldt/dpa
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Hannover

Wir wissen mittlerweile, welches Foto als erstes auf dem Mond geschossen wurde, welche Tiere es fast „nach oben“ geschafft haben und das die Mission Apollo 11 fast gescheitert wäre. Doch darüber kann der Mond nur schmunzeln. Seine wahren Geheimnisse, wie er zum Beispiel wirklich entstanden ist, behält er nämlich für sich.

Welche Farbe hat der Mond?

Mit bloßem Auge betrachtet erscheint der Mond aschgrau. Und doch ist er alles andere als farblos. So gibt es unterschiedlich stark ausgeprägte Farbvariationen, die von der jeweiligen Struktur der Oberfläche abhängen. Mare Tranquilitatis, der Landeort der Apollo-11-Mission, beispielsweise ist der blaue Bereich des Mondes. Das Gebiet Mare Serenitatis ist dagegen bräunlicher. Die verschiedenen Mondfarben lassen sich fotografisch mithilfe einer Farbkarte sichtbar machen.

Gibt es ein Mondgesicht?

Das sogenannte Mondgesicht ist natürlich nur ein Phänomen, das durch Krater und Mondmeere sowie die unterschiedlich starke Reflexion des Sonnenlichts entsteht. Dabei sehen längst nicht alle Kulturen ein Gesicht. Japaner und Chinesen etwa meinen einen Hasen im Mond zu erkennen. In Gambia wird aus den Hasenohren das Maul eines Krokodils. Die Südafrikaner wiederum sehen eine Frau, die Brennholz auf ihrem Rücken schleppt. Das Phänomen ist übrigens nicht exklusiv, auch der Mars hat für viele ein „Gesicht“.

Kennt der Mond Tag und Nacht?

Auf der Erde entstehen Tag und Nacht durch die Rotation unseres Planeten um seine eigene Achse. Dadurch ist immer nur eine Hälfte gerade der Sonne zugewandt. Dieses Prinzip gibt es auch auf dem Mond, denn auch er rotiert ständig. Einziger Unterschied: Der Mond braucht circa 29 Tage, um sich einmal um seine eigene Achse zu drehen. Ein Mondtag dauert deshalb exakt 29 Erdtage, 12 Stunden, 44 Minuten und 2,8 Sekunden.

Der Mond in Zahlen

Beeinflusst der Mond unseren Schlaf?

Viele Menschen berichten, dass sie bei Vollmond weniger schlafen und schlecht träumen. Das Phänomen wurde in einer Studie der Universitären Psychi­atrischen Kliniken Basel untersucht. Die Testpersonen brauchten bei Vollmond im Schnitt fünf Minuten länger zum Einschlafen und schliefen 20 Minuten kürzer. Alle Probanden hatten einen verminderten Melotonin-Spiegel. Das Hormon wird vor allem bei Dunkelheit ausgeschüttet und fördert das Einschlafen. Wenn aber der Mond durchs Fenster scheint, ist es für viele aus mit der Ruhe.

Wem gehört der Mond?

Der Weltraum, der Mond und andere Himmelskörper sind Allgemeingut. Eine Inbesitznahme von Staaten oder Personen ist ausgeschlossen. Das steht im UN-Weltraumvertrag aus dem Jahr 1967. Allerdings weist die Regelung riesige Lücken auf: Wem gehören die dort gesammelten Rohstoffe? Wer ist für den zurückgelassenen Müll verantwortlich? Und wem steht der Gewinn zu, den ein Staat oder ein Unternehmen macht, wenn es hier Bodenschätze fördert?

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Gibt es Wasser auf dem Mond?

Zur Zeit des „Apollo“-Programms nahm man an, der Mond sei staubtrocken. Tatsächlich aber ist er nasser als gedacht: Experten gehen davon aus, dass es auf dem Mond eine Wassermenge gibt, die in etwa zwischen der des Bodensees und der des Kaspischen Meeres liegt. Die ersten Hinweise auf Eis in schattigen Kratern lieferte 1994 die Sonde „Clementine“. Vor zehn Jahren wies dann die Nasa-Mondmission „LCROSS“ in einem ewig finsteren Krater am Südpol Wassereis nach. Woher das Wasser stammt, ist aber noch nicht geklärt.

Wer hat die meisten Monde?

Vor langer Zeit galt der Mond als einzigartig. Inzwischen weiß man: Auch andere Planeten haben schöne Monde. Mondlos sind in unserem Sonnensystem nur Merkur und Venus. Die meisten Monde hat Jupiter. Wissenschaftler gehen derzeit davon aus, das 79 „natürliche Satelliten“ den Jupiter umrunden. Die vier größten sind die Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Sie sind nach Galileo Galilei benannt, der sie als Erster 1610 beobachtete.

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Was ist ein Mond?

Planeten und Asteroiden umkreisen Sonnen. Monde oder „natürliche Satelliten“ befinden sich dagegen, einfach gesagt, in einer Umlaufbahn um einen Planeten oder auch Asteroiden. Dabei ist Mond aber nicht gleich Mond. Es gibt sie in vielen verschiedenen Größen, Formen und Arten. In der Regel, erklärt die Nasa, handelt es sich dabei um Festkörper ohne eigene Atmosphäre. Die Monde, die um einen Planeten kreisen, entstanden wohl im frühen Sonnensystem aus Gas- und Staubscheiben um sie herum.

Hat der Mond eine dunkle Seite?

Die dunkle Seite des Mondes ist ein Mythos. Was stimmt: Von der Erde aus kann man die Rückseite des Mondes nicht sehen. Das heißt aber nicht, dass sie dauerhaft im Dunklen liegt. Der Mond dreht sich so um die Erde, dass wir immer dieselbe Seite sehen. Doch bei einer Umrundung bestrahlt die Sonne reihum alle Seiten. Bei Vollmond wird die der Erde zugewandte Seite des Mondes erhellt, bei Neumond die andere.

50 Jahre Mondlandung

Gibt es Leben auf dem Mond?

Ob Leben auf dem Mond möglich wäre, ist wohl die Frage aller Fragen. Im Grunde ist die Antwort einfach. Denn alles, was man zum Leben braucht, ist flüssiges Wasser, eine Atmosphäre und Magnetosphäre. All das hat der kalte Brocken Mond nicht. Das Fehlen der Atmosphäre würde uns am Atmen hindern, auch können deshalb Meteoriten ungehindert auf dem Mond aufschlagen. Und auch Temperaturen von 130 Grad Celsius am Tag und bis zu minus 160 Grad in der Nacht machen flüssiges Wasser und damit ein Leben auf dem Mond unmöglich.

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Warum steigt die Flut bei Vollmond?

Dass Ebbe und Flut durch die Anziehungskraft des Mondes beeinflusst wird, ist bekannt. Aber warum ist die Flut bei Vollmond höher? Weil eben nicht nur der Mond, sondern auch die Sonne die Gezeiten beeinflusst, allerdings sehr viel schwächer. Bei Halbmond wirken die Sonnen-Gezeiten den Mond-Gezeiten entgegen. Bei Vollmond aber verstärken sich Mond und Sonne, die Flut steigt stärker an. Die Ebbe fällt dagegen schwächer aus. Das Phänomen nennt sich Springtide.

Wer erfand den „kleinen Schritt“?

Der Brite Gary Peach behauptete vor zehn Jahren gegenüber britischen Zeitungen, er habe sich den berühmten Satz „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“ ausgedacht. Peach arbeitete während der „Apollo“-Missionen als Ingenieur einer Bodenstation in Australien. Offenbar sorgte er sich darum, dass der wortkarge Armstrong nicht die passenden Worte finden würde, wenn er das erste Mal den Mond betritt. Er soll diese Sorge hochrangigen Nasa-Mitarbeitern mitgeteilt haben, in dem Gespräch sei dann der berühmte Satz gefallen.

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Von RND

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