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Wissen Akkuschrauber, iPhone, Zukunft: Was verdanken wir der Raumfahrt?
Nachrichten Wissen Akkuschrauber, iPhone, Zukunft: Was verdanken wir der Raumfahrt?
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16:13 21.07.2019
Mikrochips, wie wir sie heute in Smartphones vorfinden, könnten der Raumfahrt zu verdanken sein: Sie die Miniaturisierung von Elek­tronik notwendig. Quelle: imago stock&people
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Hannover

Die Mondlandung hat nicht nur Aufschwung, Entdeckerfreude und Hoffnung gebracht, sie bereichert uns bis heute – mit teils materiellen Dingen, teils Erkenntnissen, die ohne Apollo 11 nicht möglich gewesen wären. Ohne die Raumfahrt wären wir um einiges ärmer.

Was haben uns die Mondlandung und das Apollo-Programm gebracht? Jedenfalls keine Teflonpfannen – das ist ein Mythos. Dass wir heute Spiegeleier und Gemüse ohne Anbrennen braten, ist kein Verdienst der Raumfahrt. Allerdings wurde für die Astronautenanzüge von Neil Armstrong und seinen Kollegen Gore-Tex entwickelt, erklärt Felix Huber vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die von der Teflonpfannen bekannte Wirkweise verhinderte, dass an den Anzügen Mondstaub hängen blieb.

Der Mond in Zahlen

Tatsächlich ist es heutzutage gar nicht mehr so einfach nachzuvollziehen, was ursprünglich für das Apollo-Programm erfunden wurde – und mittlerweile in einem ganz anderen Kontext eingesetzt wird. Huber kennt aber noch mehr Beispiele: Der Akkuschrauber wurde etwa ursprünglich für Apollo entwickelt – schließlich kann man mit dicken Handschuhen nur schwer einen Schraubenschlüssel halten. Oder spezielle Kugellager – ursprünglich für die Raketentriebwerke entwickelt – und heute noch bei Schwerlastkränen im Einsatz.

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Teilweise ist der Effekt des Apollo-Programms auch eher diffus – und gleichzeitig gigantisch: „Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass Apple ein Ergebnis von Apollo ist“, sagt Ulrich Köhler vom DLR. Aber ein bisschen eben schon. Denn die Raumfahrt war es, die die Miniaturisierung von Elek­tronik nötig machte – und so der modernen Mikroelektronik den Weg bereitete. Schließlich steigt mit jedem Kilogramm Gewicht der Treibstoffbedarf – und damit wieder das Gewicht und so schlussendlich die Kosten. „Das Apollo-Programm war der Startschuss für die Führerschaft der USA in der Mikroelektronik“, sagt Köhler.

50 Jahre Mondlandung

Was haben die Mondlandungen also gebracht? Es ist unmöglich, das einfach aufzurechnen. Zumal es da noch eine weitere Ebene gibt, die sich noch viel schlechter in nackten Zahlen erfassen lässt. Man kann sie allerdings an einer Zahl verdeutlichen: 382 Kilogramm Mondgestein – „der Heilige Gral der Planetenforschung“ – haben die Apollo-Missionen insgesamt zur Erde zurückgebracht. Und damit einen enormen Wissensschatz. Dank der Mondlandungen wissen wir, wie es auf dem Mond wirklich aussieht. Wir haben eine Idee, wie er und auch die Erde entstanden sind. Wie viel ist dieses Wissen wert?

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Von Anna Schughart/RND

Der Mond mag die Künste. Steht er am Himmel, singen die Vögel intensiver. Der Mensch ehrt den Trabanten seit Urzeiten mit Sang, Klang und auch im Kino. Und die Astronauten von Apollo 11 hörten bei der Landung Sinatras „Fly Me to the Moon“.

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