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Wissen Alexander Gerst testet den Assistenzroboter Cimon
Nachrichten Wissen Alexander Gerst testet den Assistenzroboter Cimon
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15:26 16.11.2018
Cimon und Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation. Quelle: ESA/NASA
Luzern

Mitbewohner und Musik – das kann ja eine ganz schlimme Kombination sein. Aber zum Glück für Alexander Gerst, spielt sein Mitbewohner Cimon auf der Internationalen Raumstation nur Songs, die dem deutschen Astronauten gefallen (im Fall von Gerst ist das natürlich ein Track von Kraftwerk). Aber Cimon ist ja auch kein normaler Mitbewohner, sondern eine Art „fliegendes Gehirn“ – der weltweit erste Astronauten-Assistent. Am Donnerstag nahm Gerst Cimon zum ersten Mal richtig in Betrieb.

Dazu weckte Astronaut Gerst seinen Assistenten mit den Worten „ Wach auf, Cimon!“ Cimon gehorchte prompt und zeigte anschließend, was er so kann: nämlich hören, sehen, sprechen und fliegen. Während des 90-minütigen Experiments suchte und erkannte er Gersts Gesicht, nahm Fotos und Videos auf, zeigte Anweisungen für ein Schülerexperiment und einen Clip zur Lösung eines Zauberwürfels, wie die Esa mitteilt.

Cimon kann Astronauten bei Routinearbeiten helfen

Missionsentscheidend ist Cimon mit diesem Auftritt nicht gewesen. In Zukunft könnte das durchaus anders sein. Dann könnten Astronauten und künstliche Intelligenzen wie Cimon oder andere Roboter eng im Weltall zusammenarbeiten. „Cimon könnte als KI-Partner und Begleiter Astronauten bei ihrem hohen Pensum an Experimenten, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten unterstützen und dadurch deren Stressexposition reduzieren“, sagte die beteiligte Wissenschaftlerin Judith Buchheim vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Der Vorteil an Cimon ist, dass er sprachgesteuert wird – dadurch haben die Astronauten die Hände frei für ihre Experimente. Vor allem Routineaufgaben könnten so durch den runden Roboter erledigt werden, erklärt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dazu gehört zum Beispiel die Dokumentation von Experimenten. Schlau wird der Roboter mit Hilfe der IBM Watson KI-Technologie auf der Erde. Die verwandelt die zugesendeten Audiodateien in Text um und interpretiert dann die Frage. Die Antwort wird dann wieder in Sprache umgewandelt und zurück an die ISS geschickt.

Aber trotz der ersten guten Zusammenarbeit: Auf der aktuellen Mission von Alexander Gerst wird Cimon vorerst nicht mehr zum Einsatz kommen. Der deutsche Astronaut soll am 20. Dezember wieder auf die Erde zurückkehren .

Von RND/asu

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