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07:30 13.09.2019
Vielen Frauen ist die Beziehung zur besten Freundin wichtiger als die zum Partner. Quelle: Free-Photos / Pixabay
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Die engste Vertraute, der Kummerkasten, die Seelenverwandte: Die beste Freundin bedeutet für Frauen die Welt. Selbst der Partner fühlt sich dabei manchmal wie die zweite Wahl. Freundinnen reden miteinander über alle möglichen Erlebnisse und Probleme, Tabuthemen gibt es kaum. Doch nicht jede Freundschaft, so eng sie auch war, hält ewig. Einige Freundschaften zerbrechen an einem gewaltigen Zoff, manchmal leben sich aber auch beste Freundinnen einfach auseinander. Häufig schmerzt eine Trennung mit der Seelenverwandten sogar mehr als ein Beziehungsende.

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Zerbrochene Frauenfreundschaft wie Liebeskummer

"Frauenfreundschaften sind vergleichbar mit Liebesbeziehungen. Sie sind vielschichtig, emotional, eng und deshalb auch zerbrechlich", sagt Autorin Dorothee Röhrig. In ihrem neuen Buch "Aus und vorbei" (256 S., 15 Euro, erhältlich ab 11. November) hat sie mit vielen Frauen gesprochen und Gründe identifiziert, woran Freundschaften zwischen zwei Seelenverwandtinnen scheitern. Ein Grund sei, dass Frauen Neid, Enttäuschungen und Konflikte aufgrund ihres Harmoniebedürfnisses herunterschlucken. Wenn sich negative Emotionen über die beste Freundin zu lange aufstauen, führt das mit der Zeit oft zu Konflikten. Und wenn die Freundschaft auseinander geht, bricht für Frauen eine Welt zusammen. Röhrig spricht sogar von Liebeskummer. "Die Beziehung zur besten Freundin ist oft wichtiger als die zum Partner oder Ehemann. Unabhängig vom Alter", sagt die Autorin.

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Frauen fehlt die Distanz - Männer reden selten über Gefühle

Was unterscheidet aber Frauen- von Männerfreundschaften? Vor allem der Umgang mit Gefühlen, sagt Röhrig: "Männer kennen das nicht, denn sie tauschen sich viel weniger aus, und machen sich dadurch nicht so verletzbar. Ihnen geht es mehr um die Sache als um Befindlichkeiten." Männer werden zu Brüdern, Frauen beobachten und vergleichen sich. Unterschiedlicher könnten Freundschaften kaum sein, aber sowohl Männer als auch Frauen können voneinander lernen. "Männern wünschte ich manchmal den Mut, sich mit ihren Freunden mehr auf persönliche Themen einzulassen. Frauen könnte eine Spur mehr Distanz und Nüchternheit in ihren Freundschaften gut tun", rät Röhrig.

Mehr Raum lassen: Freundschaftspause kann für Frauen sinnvoll sein

Männer halten laut Röhrig besser zusammen, ohne sich dabei einzuengen. Freundinnen würden hingegen Bedürfnisse und Meinungen unterdrücken. Das Rezept für eine lange Freundschaft ist also, Schwächen zu zeigen, auch mal über Konflikte und Gefühle zu sprechen und manchmal auf Abstand zu gehen. Sie sollten ehrlich und vor allem wohlwollend miteinander umgehen. "Nur so können wir aneinander wachsen und eine echte Freundschaft auf Augenhöhe führen. Eine richtig gute Frauenfreundschaft ist nichts für Feiglinge", betont Röhrig. Manchmal ist auch eine Freundschaftspause sinnvoll, da sich Frauen dann gegenseitig mehr Raum und Zeit lassen. Dann kommt es vielleicht auch seltener zu Vertrauensbrüchen und Konkurrenzverhalten.

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Aus zerbrochenen Freundschaften lernen

Doch eine zerbrochene Freundschaft ist kein Weltuntergang, auch wenn sich die "Trennung" von der besten Freundin manchmal so anfühlen kann. Auch solche Erfahrungen sind sehr wichtig: "Das Wesen von Freundschaft ist doch, dass sie nicht sicher ist. Freundschaft ist immer freiwillig, und vielen Gefahren ausgesetzt", sagt Röhrig. Das Bedürfnis nach einer besten, lebenslangen Freundin ist zwar bei vielen Frauen vorhanden. Im Leben verändert sich aber die Beziehung zu Menschen auch, weil sich Interessen ändern oder etwa Karriere, Männer und Kinder dazwischenkommen. Trotzdem sollten Frauen das Positive an der vergangenen Freundschaft erkennen - und darüber nachdenken, wie sie sich dadurch weiterentwickelt haben. Jede zerbrochene Freundschaft hat im Leben von Autorin Dorothee Röhrig wichtige Weichen gestellt - und dafür ist sie dankbar. "Neue Freundschaften lösen alte ab. Und vielleicht wird aus der alten irgendwann wieder eine neue Freundschaft. So ist das Leben - das ist das Spannende daran", sagt sie.

Von Ben Kendal/RND

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