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Wissen Blähbauch: Woher er kommt und was dagegen hilft
Nachrichten Wissen Blähbauch: Woher er kommt und was dagegen hilft
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11:00 29.05.2019
Wenn der Bauch aufgebläht ist und schmerzt, kann das an zu wenig Bewegung liegen. Eine Massage kann Abhilfe schaffen. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Hannover

Es geschieht manchmal ganz plötzlich und wird einfach nur unangenehm: Der Bauch bläht sich auf, die Hose fühlt sich plötzlich zu eng an. Dazu kommen Schmerzen oder Krämpfe in der Bauchgegend. Doch woher kommt dieser Blähbauch eigentlich und was kann man tun, um ihn erst gar nicht zu bekommen?

Blähbauch durch Lebensmittel oder Unverträglichkeiten

Woher die Luft im Bauch kommt, lässt sich generell gar nicht sagen, da es verschiedene Auslöser geben kann. Oft sind es Lebensmittel, die den Blähbauch auslösen: Zucker und Salz können genauso verantwortlich sein, wie Hülsenfrüchte oder Vollkornbrot. Natürlich kann ein aufgeblähter Bauch auch etwas mit Unverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz zu tun haben. Um den unangenehm aufgeschwollenen Leib zu vermeiden, sollten Sie folgende Tipps beachten.

Tipp 1: Unverträglichkeiten ausschließen

Bevor wir unsere Ernährung komplett umstellen, kann es helfen, ein Ernährungstagebuch zu führen und einen Arzt aufzusuchen. In dem Tagebuch notieren wir, was wir genau gegessen haben und wann es zu Luft im Bauch oder Blähungen gekommen ist. Mithilfe eines Arztes können dann schon Unverträglichkeiten ausgeschlossen oder bestätigt werden.

Tipp 2: Ausreichend (stilles) Wasser trinken

Oft kommt ein aufgeblähter Bauch daher, dass wir nicht genug trinken. Bei Flüssigkeitsmangel speichert der Körper das Wasser ein und der Darm funktioniert nicht richtig. Zwei Liter am Tag – oder 8 volle Gläser Wasser – sollten wir trinken, um diese Ursache aus dem Weg zu räumen, so Ernährungsexperten. Das Trinken von Wasser mit Kohlensäure führt übrigens bei manchen Menschen auch dazu, dass wir uns aufgebläht fühlen, weil wir zuviel Luft schlucken. Deswegen besser zu stillem Wasser greifen – oder zu Kräutertees.

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Tipp 3: Gegen den aufgeblähten Bauch anlaufen

Die Ursachen von Luft im Bauch können auch an zu wenig Bewegung liegen. Der Darm kommt in Gang, wenn wir uns bewegen und ruht, wenn wir nur sitzen oder liegen. Ein Spaziergang nach jedem Essen kann also vor aufgeblähtem Bauch und Blähungen schützen.

Positiver Nebeneffekt: Kalorien werden ebenfalls verbrannt und die Torte zum Nachtisch macht uns kein schlechtes Gewissen mehr.

Tipp 4: Langsam essen und viel kauen

Wer kennt es nicht: Der Tag war lang – das Essen ist durch den Stress vergessen worden und der Hunger führt dazu, dass das Essen heruntergeschlungen wird. Der Blähbauch im Anschluss ist da kein Wunder. Wenn wir zu schnell essen, schlucken wir mit dem Essen viel Luft hinunter. Außerdem kann unser Körper das Essen nur schwierig verdauen, wenn es nicht ausreichend zerkaut wurde.

Die Lösung: Vor dem Essen ein großes Glas Wasser trinken. Der Heißhunger wird gestillt und die Flüssigkeitszufuhr erhöht.

Tipp 5: Frisch und salzarm kochen

In Fertigprodukten sind viele Zusatzstoffe enthalten, die dafür sorgen können, dass unser Bauch sich mit Luft füllt: künstliche Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Zuckerersatzstoffe oder Salz. Es ist gesünder, frisch zu kochen und Lebensmittel zu verwenden, die gut für die Darmflora sind, wie zum Beispiel Artischocken oder Pastinaken. Unsere Mahlzeiten sollten wir ebenfalls nicht zu stark salzen: das Natrium sorgt dafür, dass unser Körper Wasser einspeichert – das führt wiederum zu einem Blähbauch.

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Tipp 6: Fenchelsamen lassen die Luft entweichen

Wenn es schon zu spät ist, der Bauch voller Luft ist und schmerzt, kann das Kauen von Fenchelsamen oder die Zubereitung eines Tees aus Fenchelsamen, helfen. Fenchel sorgt dafür, dass sich die Darmmuskulatur entspannt. So kann die angestaute Luft entweichen – ein Trick, der seit Jahrhunderten in Indien angewandt wird.

Tipp 7: Last-Minute mit Kümmel und Massage

Der absolute Last-Minute Tipp bei einem aufgeblähtem Bauch? Versuchen Sie mal, Ihren Bauch zu massieren. Dazu einfach etwas Kümmelöl in die Handflächen geben und in kreisenden Bewegungen den Unterbauch massieren. In Abständen von etwa 15 Zentimetern zum Bauchnabel sanft gegen den Uhrzeigersinn massieren. Diese Massage kann dauerhaft gegen einen Blähbauch helfen, wenn sie drei- bis viermal wöchentlich, etwa zwei Stunden nach dem Essen angewendet wird.

Von RND/Heidi Becker

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