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Wissen Clean Eating: Der wahre Genuss
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07:00 29.03.2019
Professor Ingo Froböse ist Leiter des Gesundheitszentrums an der Sporthochschule Köln und gibt an dieser Stelle regelmäßig Tipps. Quelle: Monika Sandel
Köln

Der Mensch ist, was er isst“, sagte Ludwig Feuerbach bereits im 19. Jahrhundert. Anders gesagt: Der Mensch ist die Summe aus den Nahrungsmitteln, die er zu sich nimmt. Nicht verwunderlich also, dass eine natürliche, ausgewogene Ernährung einen anderen Effekt auf unseren Organismus hat als eine Essweise, die hauptsächlich aus Fast Food und Fertiggerichten besteht. Wer dazu greift, tut dies oftmals aus Zeitmangel, Bequemlichkeit oder schier Heißhunger. Dieser Gewohnheit zum Trotz macht sich seit geraumer Zeit ein Trend breit, der das genaue Gegenteil verheißt: Real Food oder auch Clean Eating. Was steckt hinter diesen Begriffen? Frische Küche mit natürlichen Lebensmitteln, die nicht hochgradig verarbeitet sind.

„Tote“ Lebensmittel sollen Geschmack auf mehr machen

Industriezucker, Süßstoffe, Weißmehl und gesättigte Fette zählen insbesondere in Fertiggerichten zu den Hauptbestandteilen, um diese Lebensmittel kostengünstig und geschmacksintensiv zu produzieren. Sehr lange haltbar und mit einer äußerst geringen Nährstoffdichte entstehen so „tote Lebensmittel“, die mit ihrem intensiven Geschmack Appetit auf immer mehr machen sollen. Doch meist geht es uns nach dem Verzehr nicht besonders gut: Kurzfristig ist eine solche Ernährung mit Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder Übelkeit verbunden.

Gesundheitliche Probleme durch regelmäßigen Fast-Food-Konsum

Die langfristigen gesundheitlichen Folgen von regelmäßigem Fast-Food-Konsum sind erst nach mehreren Jahren spür- oder auch sichtbar: Etwa in Form von erhöhtem Blutdruck, der aus einem salzhaltigen Speiseplan resultiert. Oder auch in Form von Arteriosklerose, bedingt durch den hohen Gehalt an schädlichem LDL-Cholesterin in gesättigten und Transfettsäuren, die typisch für industriell gefertigte Nahrung sind. Infolge von Ablagerungen an den Gefäßwänden steigt auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Auf Dauer kommt es zudem häufig zu Gewichtszunahme, Diabetes und sogar Asthma.

Komplett verzichten müssen wir sicherlich nicht auf Fertiggerichte. Ein- bis zweimal pro Woche kann der Körper Fast Food oder andere Fertignahrung verkraften – solange man die restlichen Tage ein paar wertvolle Tipps beherzigt.

Real Food: Naturbelassene Lebensmittel machen fit

In Real Food steckt die Rückbesinnung auf ursprüngliche, naturbelassene Lebensmittel, frei von künstlichen Zusatzstoffen: Frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, regionales Fleisch aus artgerechter Haltung sowie Fisch und natürliche Süßstoffe gehören dazu. All diese Nahrungsmittel enthalten die wertvollen Inhaltsstoffe, die der Körper braucht.

Das sind zum Beispiel Ballaststoffe, Eiweiße, komplexe Kohlenhydrate, gesunde Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Gleichzeitig enthalten diese Lebensmittel, im Gegensatz zu industriellen Produkten, natürliche Mengen an Fett, Zucker und Salz, die so auch in der Natur vorkommen. Ausgewogen kombiniert, beinhalten sie alles, was unser Körper benötigt, um ihn gezielt zu versorgen, ohne ihn dabei zu belasten.

Abwechslungsreiche Nahrung sorgt für gesunden Organismus

Je abwechslungsreicher und bunter wir außerdem unsere Mahlzeiten gestalten, indem wir auf unterschiedliche Nahrungsquellen zurückgreifen, desto besser versorgen wir den Organismus mit dem, was er wirklich braucht.

Aus einer natürlichen Ernährung (insbesondere reich an Ballaststoffen und Antioxidantien) resultieren für unseren Körper bereits rasch zahlreiche Vorteile, die wir bei einer Umstellung schnell bemerken werden. Mit vielseitigen Nährstoffen, unterstützen wir jegliche Auf- und Abbauprozesse aller Zellen im Körper. Sie werden sozusagen aus hochwertigeren Bausteinen zusammengestellt und profitieren von einer erhöhten Leistung. Auf diese Weise ist der Körper imstande, Zivilisationskrankheiten vorzubeugen. Das Immunsystem wird gestärkt, sodass die nächste Grippewelle keine Chance hat.

Bei der Auswahl von Lebensmitteln sollte unbedingt auf Inhaltsstoffe geachtet werden, solange es sich nicht um Frischkost handelt. Die Auflistung sollte kurz und übersichtlich sein und möglichst keine oder zumindest wenig E-Stoffe, also Zusatzstoffe, enthalten. Bei allem, was Sie sich selbst frisch aus natürlichen Produkten zubereiten, sind sie auf dem richtigen Weg, mit Real Food wirkliches körperliches Wohlbefinden zu erzielen.

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Von RND / Ingo Froböse

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