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11:45 09.05.2019
Kräuter sorgen in der Küche für einen frischen Wind. Selbst angebaut und aus dem eigenen Garten schmecken sie noch besser. Quelle: iStockphoto
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Hannover

Sie gedeihen in Töpfen und Blumenampeln auf dem Balkon, verwandeln senkrecht gestellte Paletten in kreativ begrünte Wände und werden in Kräuterspiralen zur duftenden Augenweide: Kaum etwas im Garten erlaubt Pflanzenfreunden so viel Gestaltungsfreiheit wie das Anlegen eines Kräuterbeetes. Wer ein großes grünes Reich sein Eigen nennt, sollte darauf achten, dass der Weg zwischen Küche und Kräutern nicht allzu weit ist. Denn wer will schon im Regen lange im Garten rumlaufen, um knackige Gewürze für den Sonntagsbraten ernten?

Mediterrane Kräuter: Sonnigen und eher trockenen Standort wählen

Zu beachten gibt es bei der Planung eines Kräutergartens ansonsten nur die jeweiligen Ansprüche der unterschiedlichen Pflanzen. Als sogenannte Schwachzehrer sind die meisten Kräuter recht anspruchslos, was die Standortwahl anbelangt. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel: Während die typischen Waldgewächse wie Bärlauch und Waldmeister gut und gerne im Schatten aufwachsen, lieben mediterrane, mehrjährige Kräuter wie Rosmarin, Lavendel oder Salbei sonnige, eher trockene Standorte mit nährstoffarmem Boden. Kräuter mit starkem Wuchs und großen Blättern wie beispielsweise Pfefferminze oder Basilikum gedeihen dagegen im Halbschatten. Wegen ihrer zahlreichen und großen Blätter sind sie zudem auf eine stärke Versorgung mit Wasser angewiesen.

Kräuterkauf: Auf Qualität der Kräuter achten

Beim Pflanzenkauf stehen Hobbygärtner im Gartencenter vor der Qual der Wahl – schier grenzenlos ist die Auswahl. Damit später im Beet oder auf dem Balkon alles üppig grünt und gedeihen kann, sollte vor allem auf kräftige, gut verzweigte Kräuter geachtet werden. Ein sicherer Hinweis für eine gute Qualität der Pflanzen ist übrigens auch ein nicht zu dicht durchwurzelter Topfballen. Wenn dann auch noch die Blätter frisch grün aussehen und keinen Schädlings- oder Pilzbefall zeigen, sollten Gärtner zuschlagen.

Gesunde Kraftpakete

Kräuter sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Das Bundeszentrum für Ernährung hebt hervor: Salzsparend: Wer beim Kochen viele Kräuter verwendet, kann die Salzmenge reduzieren. Beruhigend: Dill, Fenchel, Wacholder und Bohnenkraut entkrampfen den Magen und schützen vor Blähungen. Entwässernd: Petersilie, Basilikum und Kresse regen die Nierentätigkeit an. Appetitanregend: Salbei, Lorbeer und Oregano fördern durch ihre Bitterstoffe den Appetit.

Mit richtiger Beetbodenvorbereitung für guten Start sorgen

Daheim sorgt die richtige Beetbodenvorbereitung für den optimalen Start ins Kräuterglück: Weil die meisten Gewürze einen durchlässigen Boden bevorzugen, sollte die Erde vorab gründlich gelockert werden. Schwerer Lehm wird zudem mit etwas Sand vermischt – das verbessert die Entwässerung. Unbedingt achten sollten Hobbygärtner auch auf die empfohlenen Pflanzabstände zwischen den verschiedenen Kräutern. Wird zu dicht gepflanzt, haben Krankheiten leichtes Spiel, auch können sich die Pflänzchen nicht richtig entwickeln.

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Kräuter-Töpfe: Spezielle Substratmischungen für guten Wuchs

Ist das Kräuterparadies in Töpfen und Schalen geplant, bieten sich zum Einpflanzen Substratmischungen an, die speziell für zum Verzehr geeignete Gewächse entwickelt wurden. Nicht vergessen: Mit Tonscherben bedeckte Abzugslöcher sorgen dafür, dass die Pflanzen ausreichend Feuchtigkeit bekommen und eine kräftige Wurzelbildung entstehen kann.

Einmal gepflanzt, müssen Gartenbesitzer nun lediglich darauf achten, dass es unter den ansonsten pflegearmen Pflänzchen auch solche Kandidaten gibt, die zum Gedeihen etwa alle zwei bis drei Wochen eine Extraportion Dünger brauchen. Dazu gehören beispielsweise stark wachsende Kräuter wie Basilikum, Minze oder Petersilie. Generell gilt: Muss gegossen werden, sollte dies bei Kräutern am besten vormittags, bevor die Sonne richtig aufs Beet scheint, oder abends geschehen.

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Kräuterspirale: Große Vielfalt auf kleinem Raum

Zum absoluten Hingucker im Garten werden die aromatischen Pflänzchen, wenn sie in einer Kräuterspirale angesiedelt werden. Die besteht meist aus einer Mauer aus Natur- oder Ziegelsteinen. Vorteil: Auf kleinstem Raum lässt sich eine große Vielfalt anbauen. Profis wählen dafür einen vollsonnigen Platz im Garten, achten darauf, dass die Anlage nicht zu klein ausfällt. Nur so können sich die verschiedenen Kräuter gut entwickeln. Der Name Kräuterspirale kommt übrigens nicht von ungefähr. Denn aus der Vogelperspektive betrachtet gleicht ihre Form der eines sich windenden Schneckenhauses. Der Vorteil eines solchen dreidimensionalen Beetes liegt auf der Hand: Durch den speziellen Aufbau der Spirale können die unterschiedlichen Standortansprüche der Gewürze berücksichtigt werden. So wird beispielsweise der obere Teil mit Pflanzen bestückt, die es trocken und vollsonnig mögen. In anderen Bereichen wiederum gedeihen Kräuter, für die es eher feucht und schattig sein sollte.

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Kräuter-Rad statt Spirale spart Platz

Wer nicht so viel Platz im Garten hat und trotzdem nicht auf frisches Küchengrün verzichten möchte, sollte auf die Anlage eines sogenannten Kräuterrades setzen. Das erinnert vom Aufbau an das Wagenrad einer alten Pferdekutsche und bietet in den einzelnen Segmenten platzsparend die Möglichkeit, auf kleinstem Raum eine Vielzahl an Kräutern zu kultivieren. Zudem hat das spezielle Kräuterbeet den Vorteil, von allen Seiten zugänglich zu sein.

Grundsätzlich empfehlen Gartenprofis, das Rad mit einer kleinen Stützmauer zu umgeben. Das soll die Staunässegefahr verringern und dafür sorgen, dass die Erde im Beet etwas trockener wird und so den Ansprüchen vieler Kräuterarten eher entgegenkommt.

Von RND / Julia-Marie Meisenburg

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