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Wissen Paartherapeut verrät: Mit diesen Dating-Strategien finden Sie eine erfüllte Beziehung
Nachrichten Wissen Paartherapeut verrät: Mit diesen Dating-Strategien finden Sie eine erfüllte Beziehung
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16:48 15.06.2019
Christian Hemschemeier ist Paartherapeut in Hamburg und schildert an dieser Stelle regelmäßig Fälle aus seiner Praxis. Quelle: gpt
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Hannover

Viele meiner Klienten suchen nach einem Partner, der wirklich etwas zu geben hat – erleben aber immer wieder den gleichen Frust. Dafür hat sich in meiner Arbeit der Begriff „Krümelbeziehung“ etabliert. Ich möchte „den ganzen Kuchen“, lande aber immer wieder in Beziehungen, in denen es von Monat zu Monat immer weniger Aufmerksamkeit und Zuneigung gibt, beziehungsweise nicht das, was ich eigentlich möchte.

Bindungsangst heißt in der Psychologie Partner,der „vermeidende Bindungsstil“, der in der Bevölkerung mit etwa 25 Prozent recht weit verbreitet ist. In Datingpopulationen über 40 Jahren liegt er Studien zufolge sogar bei 50 Prozent, da statistisch bindungssichere Menschen länger in Beziehungen sind. Dem gegenüber stehen oft verlustängstliche Menschen, etwa 22 Prozent, diesen Stil nennt man unsicher-besorgt. Beide Bindungsstile bräuchten am ehesten einen bindungssicheren Partner, aber daten in der Realität oft das andere Extrem.

Tatsächlich sagen viele Menschen schon früh im Datingprozess, dass sie zu viel Nähe lieber vermeiden. Das ist völlig in Ordnung – dann kann sich der andere in Ruhe überlegen, ob es passt. Problematischer ist es hingegen, wenn manche potenziellen Partner am Anfang Vollgas geben und überhaupt nicht den Eindruck erwecken, als hätten sie nicht viel zu geben. Schwierig kann es auch werden, wenn ich meine eigenen Bedürfnisse ignoriere. Dann besteht die Gefahr, dass man sich wieder verliert in einer Beziehung, die eher Schmerzen als Wohlgefühl verursacht. Interessant sind in diesem Zusammenhang zwei Ergebnisse wissenschaftlicher Studien. Die eine Studie konnte belegen, dass stark bindungsängstliche Menschen in der Kommunikation das Wort „wir“ vermeiden und viel öfter von „ich“ reden. Die andere Studie hat gezeigt, dass bindungsunsichere Menschen viel mehr texten als bindungssichere Kandidaten.

Darauf sollten Sie beim Dating achten:

1. Fangen Sie keine SMS-Beziehung an. Treffen Sie sich schnell in der Realität und vermeiden Sie es auch, generell zu viel zu texten. Erwarten Sie das auch nicht.

2. Wenn Menschen sagen, dass sie beispielsweise nicht viel Nähe wollen – glauben Sie ihnen.

3. Geben Sie nicht so viel auf blumige Worte – Taten zählen.

4. Stellen Sie frühzeitig fest, ob Sie die gleichen Ziele haben. Wenn Sie eine feste Beziehung wollen, lassen Sie sich nicht auf Affären, Freundschaft-Plus, offene Beziehungen und Ähnliches ein.

5. Achten Sie darauf, ob der andere Sie wirklich kennenlernen will, ob er sich neben Ihrer „Verpackung“ auch für Ihren „Inhalt“ interessiert. Redet Ihr Date nur von sich oder fragt er/sie auch danach, was Sie bewegt?

6. Grundsätzlich gilt: Gesunde Beziehungen wachsen – und werden nicht immer weniger, vor allem nach der ersten Verliebtheitsphase.

7. In gesunden Beziehungen verhält sich Ihr Partner außerdem weitgehend konsistent und einheitlich – und nicht an einem Tag heiß und an einem anderen Tag kalt.

8. Einer der sichersten Anhaltspunkte für eine sich anbahnende toxische Beziehung ist frühes Kritisiertwerden – vorausgesetzt es gibt keinen wirklichen Grund. Sie wollen jederzeit respektvoll behandelt werden.

9. Seien Sie möglichst immer Sie selbst und versuchen Sie nicht, sich zu verstellen – Sie sind gut genug.

10. Gleichzeitig sollten Sie nicht zu sehr „auf der Hut“ sein – das kommt beim anderen eventuell wie eine Mauer an.

Der Autor und seine Kurse sind über www.liebeschip.de zu erreichen. Sein Buch „Der Liebescode“ ist gerade erschienen.

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Von Christian Hemschemeier/RND

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