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Wissen Earth Hour 2019: Wann ist die „Stunde der Erde“?
Nachrichten Wissen Earth Hour 2019: Wann ist die „Stunde der Erde“?
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07:38 30.03.2019
Vom WWF ins Leben gerufen: Am 31. März findet die Earth Hour 2019 statt. Quelle: www.imago-images.de
Hannover

Am kommenden Samstag setzt die Welt ein Zeichen für den Klimaschutz. Wann die „Stunde der Erde“ stattfindet, wie Sie teilnehmen können und worum es dabei überhaupt geht, erfahren Sie hier.

Wann ist die Earth Hour 2019?

In diesem Jahr findet die Earth Hour am 30. März statt. In Deutschland bzw. nach mitteleuropäischer Zeit beginnt sie um 20.30 Uhr und endet um 21.30 Uhr. Millionen Menschen, Städte und Wahrzeichen machen zu diesem Zeitpunkt das Licht aus.

• Datum: 30. März 2019

• Uhrzeit: 20.30-21.30 Uhr

Was ist die Earth Hour?

Die erste Earth Hour fand 2007 statt und wurde von der Umweltschutzorganisation WWF Australia ins Leben gerufen. Seitdem wird sie jedes Jahr im März gefeiert. Ziel war es zunächst, die CO2-Emissionen der größten australischen Stadt Sydney im Rahmen einer Kampagne innerhalb eines Jahres um fünf Prozent zu reduzieren.

Auch 2019 wird die Earth Hour weiterhin vom WWF unterstützt und ist mittlerweile nicht nur in Australien, sondern auch in Deutschland und weltweit ein großes Ereignis. Dieses Jahr wird sie zum 13. Mal stattfinden. Dadurch, dass unzählige Gebäude und Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt gleichzeitig das Licht ausschalten, wird für 60 Minuten ein globales Zeichen für den Schutz des Planeten gesetzt.

Wie kann man an der Earth Hour teilnehmen?

Teilnehmen kann im Prinzip jeder, indem er oder sie am 30. März 2019 von 20.30-21.30 Uhr das Licht ausschaltet. Über die Website des WWF ist es zudem möglich, sich als Unternehmen, Gemeinde oder Privatperson für die Earth Hour anzumelden. So werden Sie regelmäßig über Neuigkeiten zum Thema informiert und können beispielsweise auf einen Earth-Hour-Leitfaden für Städte, Web-Banner, Grafiken oder Druckdateien für Plakate und Flyer zugreifen.

Hier können Sie sich für die Earth Hour 2019 anmelden.

Was bringt die Earth Hour? Macht das Lichtausschalten Sinn?

Die Earth Hour ist innerhalb weniger Jahre zu einer weltweiten Mitmach-Aktion geworden. Allerdings äußerten Kritiker aus Forschung und Wirtschaft auch Kritik. So wurden 2007 etwa großflächige Stromausfälle befürchtet, die durch die starken Schwankungen des Stromnetzes entstehen könnten. Netzbetreiber gaben im Nachhinein jedoch Entwarnung: Das Netz blieb während aller bisherigen Earth Hours stabil.

Umstritten ist außerdem die hauptsächliche Symbolwirkung der Aktion. Verschiedene Umweltorganisationen wie etwa der NABU riefen in diesem Zusammenhang zu alternativen Maßnahmen wie „Licht an – aber richtig“ auf. Besser als einmal jährlich das Licht auszuschalten, wäre ein dauerhafter Umstieg auf Energiesparlampen und Ökostrom, so die Argumentation. Das belegten auch Berechnungen des Öko-Instituts im Auftrag der taz: Demnach hätten 2007 etwa 343 Tonnen CO2 eingespart werden können, wenn 50Prozent der deutschen Haushalte fünf Minuten ihr Licht ausgeschaltet hätten. Würde man hingegen 50Prozent aller Glühbirnen in deutschen Haushalten gegen Energiesparlampen ersetzen, könnten im Jahr 2,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden – also etwa 7000 mal so viel.

Wer nimmt an der Earth Hour 2019 teil?

Die Earth Hour 2019 findet weltweit statt. Tausende Städte, Unternehmen und unzählige Menschen nehmen an ihr teil. Der WWF hat eine Karte bereitgestellt, auf der Sie alle teilnehmenden Städte und Unternehmen in Deutschland finden können (sofern diese sich eingetragen haben):

Das war die Earth Hour 2018

An der letzten Earth Hour im Jahr 2018 am 24. März nahmen allein in Deutschland fast 400 Städte teil und zeigten ihr Engagement im Sinne des Umweltschutzes. Weltweit wurden über 7000 Wahrzeichen in mehr als 180 Ländern für eine Stunde lang nicht beleuchtet.

Von RND/do

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