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Wissen Baumelnd oder angespannt? Wie Arme den Energieverbrauch beeinflussen
Nachrichten Wissen Baumelnd oder angespannt? Wie Arme den Energieverbrauch beeinflussen
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13:05 11.07.2019
Typische Haltung beim Joggen: Angewinkelte Arme. Wieso das so ist, haben Forscher untersucht. Quelle: picture alliance/dpa
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Wer beim Gehen die Arme herunterbaumeln lässt, statt sie anzuwinkeln, verbraucht deutlich weniger Energie. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der US-amerikanischen Universität Harvard. Demnach benötigten Versuchspersonen beim Gehen mit angewinkelten Armen rund 11 Prozent mehr Sauerstoff, woraus sich ein höherer Energieaufwand schließen lasse. Beim Rennen habe sich hingegen kein bedeutender Energie-Unterschied zwischen den Armhaltungen gezeigt, berichten die Forscher im „Journal of Experimental Biology“.

Auf die Idee zu der Studie war der Doktorand Andrew Yegian vor vier Jahren während eines Spaziergangs über den Campus von Harvard gekommen. „Ich sah eine Person, die beim Rennen die Arme gerade hielt“, erinnert er sich. Das sei ein besonderer Anblick gewesen. Er habe sich gefragt, warum wir Menschen die Arme beim Joggen oder Rennen meistens anwinkeln, während wir sie beim Gehen eher herabhängen lassen.

Schwierig: Schnelles Laufen mit hängenden Armen

Für die Studie wählten Yegian und seine Kollegen acht Studenten aus, unter denen sowohl gelegentliche Jogger als auch Marathon-Läufer waren. Die Testpersonen wurden gebeten, auf einem Laufband mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,4 Metern pro Sekunde zu gehen und später mit rund 3 Metern pro Sekunde zu rennen. Sowohl beim Gehen als auch beim Rennen sollten die Probanden ihre Arme einmal anwinkeln und einmal herabhängen lassen. Die Forscher befestigten an den Schultern, Ellenbogen und Handgelenken der Studenten Reflektoren und filmten die Bewegungen mit einer 3D-Kamera. Als besonders schwierig erwies sich in dem Experiment das schnelle Laufen mit herabhängenden Armen.

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Das gesamte Programm wurde zwei Wochen später noch einmal wiederholt. Diesmal sollten sechs der Studenten bei ihren Übungen auf dem Laufband Sauerstoffmasken tragen. Mithilfe der Daten über den Sauerstoffverbrauch konnten die Forscher Rückschlüsse auf die von den Sportlern benötigte Energie ziehen.

Deutliche Unterschiede je nach Armhaltung

Dass sich der Unterschied zwischen angewinkelten und herabhängenden Armen beim Gehen so deutlich im Energieverbrauch zeigen würde, hatten die Wissenschaftler nicht erwartet. Im Detail erkannten sie, dass das Anwinkeln des Ellenbogens trotz einer reduzierten Baumel-Bewegung anstrengender ist als das Herabhängenlassen des gesamten Arms. „Wir schließen daraus, dass sich gerade Arme beim Gehen durchgesetzt haben, weil sie das Ergebnis einer optimalen Energetik sind“, schreiben die Forscher in ihrer Studie.

Ungeklärt blieb jedoch, warum die meisten Menschen ihre Arme beim Rennen anwinkeln. „Wir haben keinen Anhaltspunkt dafür gefunden, dass sich der Energieverbrauch von Läufern je nach Armhaltung unterscheidet“, sagt Yegian. Er hatte ursprünglich erwartet, dass das Rennen mit angewinkelten Armen effizienter ist – „einfach weil es fast jeder so macht.“ Er vermutet nun eine Ursache, die nichts mit dem Energieaufwand der Läufer zu tun hat.

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Von RND/dpa

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