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Wissen Expertentipp: Seepferdchen reicht nicht aus
Nachrichten Wissen Expertentipp: Seepferdchen reicht nicht aus
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13:00 06.06.2019
Die Sonne lädt zum Baden ein – man sollte sich aber nicht überschätzen. Das Wasser ist oft noch kalt und lässt die Muskulatur schnell ermüden. Quelle: Silvia Marks/dpa-tmn
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Berlin

Sobald ein paar warme Tage aufeinanderfolgen, schreit alles in uns nach Abkühlung. Obwohl die Sonne scheint, sind Küste, Seen und Weiher teilweise aber noch kalt. Weil dadurch die Muskulatur schneller ermüdet, sollten Badende nicht zu lange im Wasser bleiben, rät Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht.

Er gibt Tipps, um Badeunfälle zu vermeiden. Um unbeschwert ins Wasser zu gehen, reicht übrigens auch das Seepferdchen aus seiner Sicht nicht aus.

Schwimmfähig: Erst ab Jugendschwimmabzeichen Bronze

Die Fertigkeiten für das Seepferdchen reichen aus, um sich ein bisschen über Wasser zu halten. Das ist als Einstieg hilfreich. Wenn man jedoch beispielsweise von einem Tretboot versehentlich bekleidet ins Wasser fällt, dann helfen erst die Fertigkeiten, die das Bronze-Abzeichen fordert: die Schwimmtechnik zu beherrschen, 200 Meter zu schwimmen, 10 Meter zu tauchen und mit geöffneten Augen einen Gegenstand hochzuholen – sich also sich auch unter Wasser orientieren zu können. Alle Baderegeln zu kennen, gehört ebenfalls dazu.

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Nichtschwimmer: Nur bis zu den Knien ins Wasser

Wenn an Nord- oder Ostsee eine Welle ankommt, kann die Unterströmung einen ganz schnell von den Beinen holen und in die Tiefe spülen. Das Gefährliche in dem Fall: Der Nichtschwimmer reißt vor Schreck den Mund auf, Wasser schwappt hinein und er kann nicht einmal mehr rufen. Deshalb sollten Nichtschwimmer nur bis zum Knie ins Wasser – da haben sie einen sicheren Stand.

Riskante Strömungen: Woran man die Gefahr erkennt

Die Fließgeschwindigkeit eines Flusses lässt sich durch einen hineingeworfenen Gegenstand erkennen. An der Ostsee am Kräuseln einer Brandungswelle. Aber das ist für einen Laien schwierig. Dort sollte man sich an den gelben und roten Flaggen oder Bällen der bewachten Badestrände orientieren.

• Eine rot-gelbe Flagge zeigt an, dass hier das Schwimmen erlaubt ist und das Gebiet von Rettungsschwimmern gesichert ist.

• Eine rote Flagge signalisiert ein Badeverbot. An dieses sollte sich auch gehalten werden, da sich selbst geübte Schwimmer durch Strömung oder hohen Wellengang in Gefahr begeben können.

Lesen Sie auch: Baderegeln beachten: So werden Unfälle vermieden

Kraft lässt nach: Das ist zu tun

Wenn beim Schwimmen die Kraft schwindet, sollte man sofort die Rückenlage einnehmen und sich mit der Strömung treiben lassen. Die Füße sollten Richtung Strand zeigen, damit man das Ufer im Blick hat. So bekommt man Aufwind und die Atemwege bleiben frei. Am besten versucht man, in einem großen Bogen an Land zu kommen und nicht auf kürzestem Weg. Ab und zu rufen und winken kann helfen, auf sich aufmerksam zu machen. Ansonsten nur sparsam bewegen.

Sicherheit im Wasser: Nicht alleine schwimmen

Es kann immer plötzlich eine kalte Strömung kommen und man verkrampft. Dann ist es gut, eine zweite Person mit im Wasser zu haben. Das gilt vor allem auch für Kinder, die nie allein ins Wasser gelassen werden sollten. Während die Eltern ein Nickerchen machen und sich mit dem Gedanken „Mein Kind hat doch das Seepferdchen“ beruhigen. Ob Pool, Weiher oder Meer – immer dabei bleiben!

Schlechte Schwimmer: Falschen Heldenmut vermeiden

Wer sich selbst als schlechten Schwimmer betrachtet und einen Menschen sieht, der zu ertrinken droht, sollte auf keinen Fall falschen Heldenmut zeigen und hinterherspringen. Der Rettungsschwimmer hat sonst schlimmstenfalls zwei Opfer zu beklagen. Stattdessen laut um Hilfe rufen, Notruf absetzen, dann schauen, ob ich dem Ertrinkenden etwas Schwimmfähiges reichen kann.

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Von RND/dpa

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