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Wissen Familienplanung: Krankheit oft Grund für unerfüllten Kinderwunsch
Nachrichten Wissen Familienplanung: Krankheit oft Grund für unerfüllten Kinderwunsch
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10:00 09.09.2019
Unregelmäßige Regelblutung sowie starker Haarwuchs im Gesicht, an der Brust, am Rücken und an den Beinen: Hinter einer ausbleibenden Schwangerschaft kann das polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) stecken. Quelle: picture-alliance/ dpa
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Essen/Düsseldorf

Für einen unerfüllten Kinderwunsch gibt es viele Gründe - Krankheiten sind einer davon. Es kann beispielsweise eine Fehlfunktion der Schilddrüse oder das polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) dahinterstecken. Zu den möglichen Symptomen von PCOS gehören eine unregelmäßige Regelblutung sowie starker Haarwuchs im Gesicht, an der Brust, am Rücken und an den Beinen.

Zum Thema: Unerfüllter Kinderwunsch: So meistern Paare die Belastungsprobe

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Untersuchung für Frauen mit familiärer Vorgeschichte

Der BDN rät vor allem Frauen mit familiärer Vorgeschichte zu einer Untersuchung: Gerade wenn Schwestern, Tanten oder Mütter von einer Schilddrüsenentzündung betroffen sind, ist eine Untersuchung sinnvoll. Auch Frauen, die bereits Kinder haben und nicht mehr schwanger werden, sind damit gut beraten.

„Sind die Schilddrüsenhormone erniedrigt, können Tabletten mit Schilddrüsenhormonen helfen“, rät Endokrinologin Beate Quadbeck aus Düsseldorf. „Das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft sowie ihres Erfolgs.“

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PCOS: Auf Symptome achten

Auch das polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) kann mit einer ausbleibenden Schwangerschaft in Zusammenhang stehen. Diese Stoffwechselveränderungen des Eierstocks seien komplizierter zu diagnostizieren und zu behandeln, so Quadbeck. Bemerken Frauen entsprechende Symptome, sollten sie daher unbedingt das Gespräch mit Frauenärztin und Endokrinologin suchen.

PCOS sei schwieriger zu behandeln als Schilddrüsenprobleme, sagt Quadbeck: Weil der Eisprung dabei häufig ausbleibt, werden über mehrere Monate Medikamente eingesetzt, um diesen zu stimulieren und so die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.

RND/dpa