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Wissen Frühlingsgefühle: So wirken sich die Hormone jetzt auf unseren Körper aus
Nachrichten Wissen Frühlingsgefühle: So wirken sich die Hormone jetzt auf unseren Körper aus
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14:14 06.04.2019
Wenn der Frühling Einzug hält, erwachen auch die Frühlingsgefühle aus dem Winterschlaf. Quelle: Pixabay
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Hannover

Der Frühling hält Einzug ins Land. Die Menschen lachen wieder, flirten und haben gute Laune. Doch warum macht die Sonne glücklich? Was geschieht mit unseren Hormonen?

Sonnenstrahlen: Serotonin und Endorphin machen glücklich

Psychologische Untersuchungen haben gezeigt, dass es die Frühlingsgefühle wirklich gibt. Denn, wenn Sonnenstrahlen auf die Haut treffen, schüttet das Gehirn vermehrt das Glückshormon Endorphin aus. Endorphin ist ein Botenstoff, der in der Hirnanhangdrüse gebildet wird, als Schmerzstiller wirkt und bei positiven Erlebnissen ausgeschüttet wird. Auch die Bildung von Sexualhormonen geht auf die Endorphine zurück. Ein weiteres Glückshormon, das durch das Sonnenlicht stimuliert wird, ist das Serotonin. Es macht den Körper gelassener, ausgeglichener und zufriedener und ist auch als Aktivitätshormon bekannt. Der Gegenspieler des Serotonins, das Schlafhormon Melatonin, wird beim Übergang vom Winter auf den Sommer verringert. Wir fühlen uns wacher und sind aktiver.

Testosteron-Produktion steigt im Frühling und Sommer

Auch das Sexualhormon der Männer, das Testosteron, steigt im Frühling und Sommer an. Es ist aber nicht nur ein Sexualhormon. Testosteron ist auch wichtig für die Psyche und sorgt dafür, dass sich Männer körperlich wohler fühlen. Bei Frauen gibt es so einen jahreszeitlichen Hormon-Rhythmus hingegen nicht.

Frühlingsgefühle durch Sport steigern

Wer sich bei Sonnenschein noch sportlich betätigt, wird merken, dass die gute Laune und das Glücksgefühl noch weiter steigt. In vielen Studien wurde belegt, dass Sport einen stimmungsaufhellenden Effekt auf den Geist ausübt. Verantwortlich dafür sind die Botenstoffe, wie Endorphine und Morphine, die schmerzlindernde und stimmungsaufhellende Wirkung haben.

Vitamin D: Durch Sonnenlicht gebildet

Der Genuss von Sonnenstrahlen wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass es einen deutlichen Zusammenhang gibt, zwischen gedrückter Stimmung und einem Vitamin D-Mangel. So wurden depressive Verstimmungen bei Menschen, die am Mittelmeer leben kaum festgestellt, bei Menschen, die in Skandinavien leben, häufiger. Wird ein Vitamin D-Mangel aber ausgeglichen, steigt die Laune. Gesunde Menschen bilden Vitamin D vor allem über die Haut im Sonnenlicht. Dabei genügt es, Hände, Gesicht und Teile von Armen und Beinen von der Sonne bestrahlen zu lassen. Der Körper nutzt die UVB-Strahlung der Sonne und stellt Vitamin D aus einem zuvor in der Leber modifizierten Cholesterin in der Haut her. Es ist wichtig für die Knochen, das Immunsystem und die Muskeln. „Das Sonnenlicht, mit seinem kompletten Farbspektrum ist für uns Menschen wahnsinnig wichtig, weil wir darüber Botenstoffe, also Hormone, produzieren“, sagt Mediziner Dr. Johannes Püschel, Facharzt für Allgemeinmedizin.

Empathie und Konzentration durch steigende Temperaturen und Licht

Wenn die Temperaturen steigen, hat der Mensch nicht nur bessere Laune, er wird außerdem empathischer und geht mit den Mitmenschen nachsichtiger um. Das bewirkt, dass auch andere Menschen nicht so gestresst sind und wiederum empathischer werden. Glück ist ja bekanntlich ansteckend. Das Tageslicht fördert zudem die Gesundheit und Konzentration und lässt den Menschen leistungsfähiger und zufriedener werden.

Von RND/js

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