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Wissen Führen Hitzewellen zu mehr Gewalt und Kriminalität?
Nachrichten Wissen Führen Hitzewellen zu mehr Gewalt und Kriminalität?
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07:23 27.06.2019
Die Temperaturen in Deutschland näherten sich durch die heiße Sahara-Luft der 40-Grad-Marke. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
Berlin

Mögliche Zusammenhänge zwischen Hitzewellen und Gewalt sind in Deutschland aus Sicht eines Experten weitgehend unerforscht. Der Klimafaktor sei hierzulande bislang eher belächelt worden, sagte der Konfliktforscher Andreas Zick von der Universität Bielefeld der Deutschen Presse-Agentur.

Er rechne allerdings mit wachsendem Interesse an dem Thema, da der Klimawandel und Hitzewellen auch hier mehr ins Blickfeld rückten. „Wahrscheinlich werden wir in Zukunft mehr Daten sehen, weil wir erst jetzt feststellen, dass diese Faktoren eine Rolle spielen.“

Vor allem in den USA beschäftigen sich Wissenschaftler seit Jahrzehnten mit dem Einfluss von Hitze auf Aggression und Gewalt. „Es gab historisch diesen langen heißen Sommer in den USA, wo auf einmal die Zahl der Tötungsdelikte und so weiter angestiegen ist“, erklärt Zick. Die Daten sind nach seiner Einschätzung aber nicht eindeutig.

Für sich genommen seien die Hitzeeffekte gering, sie verstärkten eher bestimmte Stimmungslagen. Manche Studienautoren gehen wegen der Klimaerwärmung mit mehr erwarteten Hitzewellen auch von einem Anstieg der Kriminalität aus.

Rekord-Hitze im Juni

38,6 Grad waren am Mittwoch in Ostdeutschland gemessen worden - damit ist der bisherige Juni-Rekord geknackt. Der neue Höchstwert wurde nach vorläufigen Angaben an gleich zwei Orten erfasst: Im brandenburgischen Coschen an der deutsch-polnischen Grenze wurden nach vorläufigen Angaben um 14.50 Uhr satte 38,6 Grad gemessen.

Wenig später zog das sächsische Bad Muskau nach. Dort wurden um 16.20 Uhr ebenfalls 38,6 Grad gemessen, auch dieser Wert gilt noch als vorläufig. Den bisherigen Juni-Höchstwert hatten Meteorologen 1947 mit 38,5 Grad im baden-württembergischen Bühlertal erfasst.

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Von RND/dpa