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00:29 18.04.2018
Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung (v.l.): Thomas Bartkiewicz, Andreas Goepfert, Björn Thümler und Heyo K.Kroemer. Quelle: Foto: R
Göttingen

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat gemeinsam mit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und dem Städtischen Klinikum Braunschweig eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel des „Letter of Intent“ ist, die klinischen Ausbildungskapazitäten der UMG auszubauen.

Der „Klinische Campus Braunschweig der Universitätsmedizin Göttingen am Klinikum Braunschweig“ soll ermöglichen, die bislang in Göttingen angebotenen Teilstudienplätze im Bereich Humanmedizin in Vollstudienplätze umzuwandeln. Nach Aussage des Ministeriums sollen künftig mindestens 60 Studierende pro Jahr nach erfolgreichem Abschluss des ersten Studienabschnitts in Göttingen am Standort Braunschweig ihr klinisches Studium abschließen.

400 Studierende pro Jahr

Die UMG bildet derzeit pro Jahr 400 Studierende aus. Traditionell sind die vorklinisch-theoretischen Kapazitäten in Göttingen höher als die klinischen. Studierende, die einen Teilstudienplatz haben, müssen die Universität nach der ersten Ärztlichen Prüfung verlassen und ihre klinische Ausbildungszeit – zum Teil mit langer Wartezeit – an einem anderen Standort fortsetzen.

„Nicht nur für die Studierenden ist diese Situation hochgradig schwierig und belastend“, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). Mit der jetzt unterzeichneten Vereinbarung sei man dem im Koalitionsvertrag festgehaltenen Vorhaben, die medizinische Ausbildung zu verbessern, einen Schritt näher gekommen. Vorgestellt hatte das Projekt des Medizincampus bereits Thümlers Amtsvorgängerin Gabriele Heinen-Kljajić (Grüne) im Herbst vergangenen Jahres.

Weichen sind gestellt

UMG-Vorstandssprecher Prof. Heyo K. Kroemer sieht mit dem gemeinsamen Letter of Intent die Weichen gestellt: „Die Kooperation zwischen der Universitätsmedizin Göttingen und dem Städtischen Klinikum Braunschweig wird für Niedersachsen weitere, dringend notwendige Studienplätze für die Ausbildung von Ärzten schaffen.“ In den letzten Jahren habe die UMG bereits durch Umwidmung ihrer vorklinisch-theoretischen Kapazität die klinische Ausbildungskapazität um 50 Plätze erhöht.

Das Städtische Klinikum Braunschweig biete als Maximalversorger für die Lehre und die Ausbildung künftiger Ärzte gute Voraussetzungen auf universitärem Niveau, die mit dem Lehrkonzept der UMG kompatibel seien, so Kroemer weiter. Offenbar will man bei der Umsetzung der Vereinbarung nicht viel Zeit verlieren: „Verabredet haben wir, dass wir umgehend mit der Ausarbeitung der gemeinsamen Lehrkonzepte und klinischen Ausbildung beginnen werden“, so Kroemer. Der Studienbetrieb am Campus Braunschweig soll nach Auskunft des Ministeriums zum Wintersemester 2020/21 starten.

Von Markus Scharf

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