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Wissen Holzvorrat: Konstante Brennholz-Preise für Selbstabholer
Nachrichten Wissen Holzvorrat: Konstante Brennholz-Preise für Selbstabholer
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14:37 26.04.2019
Holz-Nachschub für den Kamin muss nach dem Schlagen im Wald zum Trocknen gestapelt werden. Erst nach ein bis zwei Jahren Trocknungszeit darf es dann zum Heizen verwendet werden. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn
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Frankfurt/Main

Nach der Heizsaison im Winter ist der Vorrat oft aufgebraucht. Wer jetzt neues Brennholz kauft, kann bei Selbstabholung im Wald mit konstanten Preisen rechnen. Das hat eine bundesweite Umfrage des Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchengeräte (HKI) bei 30 staatlichen Forstämtern ergeben.

Beim Holz-Kauf auf den Schnitt achten

Für sogenanntes Holz am Polter, das selbst am Waldweg abgeholt wird, liegt der Preis laut HKI-Auswertung im Bundesdurchschnitt bei 40 Euro für den Raummeter - und zwar schon seit sechs Jahren. Regional schwankt der Preis dabei zwischen 35 und 45 Euro pro Raummeter, was 50 bis 60 Euro für den Festmeter entspricht.

Die Maßeinheit Raummeter - auch Ster oder Klafter genannt - bezeichnet einen Kubikmeter lose geschichtetes Scheitholz einschließlich der Zwischenräume. Ein Festmeter dagegen besteht aus einem Kubikmeter Holz ohne Hohlräume.

Achten sollte man daher beim Kauf auf den Schnitt: Ein Raummeter aus großen Rundhölzern hat mehr Zwischenräume als einer aus kleinen kantigen Scheiten. Forstämter verkaufen Ofenbesitzern in der Regel Kronenholz oder qualitativ schlechter gewachsenes Stammholz, das sich nicht für die Verarbeitung durch Sägewerke eignet.

Holzfeuchte: Holz richtig lagern und trocknen

Ofenbesitzer müssen außerdem bedenken, dass sich frisch geschlagenes Holz unter Umständen noch nicht für die nächste anstehende Saison eignet. Es ist noch zu feucht und muss erst mal trocknen. Laut Gesetz darf nur Holz verbrannt werden, dessen Feuchtegehalt bei maximal 25 Prozent liegt. Das entspricht einem Wassergehalt von rund 20 Prozent.

Lesen Sie auch: Brennholz und Kaminholz richtig lagern

Zwar ist der Wert abhängig von Witterung und Holzart. Laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald müssen Käufer bei frisch geschlagenem Holz aber meist von 100 bis 150 Prozent Holzfeuchte ausgehen (50 bis 60 Prozent Wassergehalt). Ein bis zwei Jahre müssen die Scheite deshalb in der Regel an der Luft trocknen - wobei harte Hölzer wie Eiche und Buche länger brauchen als weiche Sorten wie Kiefer und Fichte. Messgeräte zur Überprüfung gibt es im Baumarkt.

Welche Holzarten haben einen guten Brennwert?

„Grundsätzlich sind alle Baumarten gut als Brennholz geeignet“, sagt Heizexperte Hermann Hansen, Berater bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Viel entscheidender für die Verbrennung sei, dass das Holz gut getrocknet ist. Hans Eiber, Forstwirt und Autor des Sachbuchs „Brennholz“ (BLV-Verlag), bevorzugt für den heimischen Kamin dichtporige Laubhölzer wie Buche und Eiche. Wobei die Buche, so der Fachmann, noch sauberer verbrenne. Die Eiche enthalte viele Gerbstoffe, sprich Säure, die den Ofen bei häufiger Nutzung beschädigen könnten. Bei Nadelhölzern wie Fichte und Kiefer müsse man bedenken, dass das enthaltene Harz beim Verbrennen verruße. Die Folge: „Wer einen Kamin mit Glastür hat, muss öfter die Scheibe putzen.“ Hansen betont, dass Harze äußerst energiereich seien und ein Scheit Fichtenholz daher mehr Wärme liefere als ein gleich großer Scheit Buchenholz.

Holzhacken: So wird’s gemacht

Holzhacken geht ins Kreuz. Leichter und erträglicher für den Rücken wird die Arbeit, wenn der Hackklotz eine auf den Körper abgestimmte Höhe hat. Konkret: Er sollte so hoch sein, dass der Stiel der Axt parallel zum Boden verläuft, wenn die Klinge das Holz trifft. Dazu rät die Heimwerkerschule DIY Academy in Köln. Ist der Hackklotz kleiner, trifft die Axt das Holz nur mit der Spitze. Die Schlagenergie wird so nicht voll ausgenutzt, da sie nicht mehr genau nach unten wirkt.

Von RND / dpa

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