Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Wissen “HypoCat”: Forscher entwickeln Impfung gegen Katzenallergie
Nachrichten Wissen “HypoCat”: Forscher entwickeln Impfung gegen Katzenallergie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:31 15.08.2019
Hauskatzen könnten demnächst auch für Menschen mit Allergien verträglich sein. Quelle: Gregor Fischer/dpa
Zürich

"HypoCat" setzt mit einem Antikörper das Allergen "Fel d 1" matt, das Hauptauslöser von allergischen Reaktionen bei Menschen ist. Das geht aus einer Arbeit unter Federführung der Universität Zürich hervor. Unter dem Titel "Immunisierung von Katzen zur Induktion neutralisierender Antikörper gegen "Fel d 1", das wichtigste Katzenallergen beim Menschen" wurde die Studie im Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht. Das besondere an "HypoCat": Es wird den Tieren injiziert, nicht den Menschen. Das Protein "Fel d 1", der Verursacher allergischer Reaktionen, befindet sich im Speichel, der Tränenflüssigkeit und den Hautschuppen von Katzen – und nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen wird, in den Katzenhaaren.

Lesen Sie auch: Katzenallergie: Auf den Speichel kommt es an

"HypoCat" unterdrückt die Reaktionen auf "Fel d 1" beim Menschen – und hat nach Angaben der Forscher in ersten Tests bei den Tieren keinerlei Unverträglichkeiten hervorgerufen. Insgesamt flossen in die Kooperation mit Forschern des Lettischen Biomedizinischen Forschungs- und Studienzentrums Riga, der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich und des Funktionellen Genomikzentrums Zürich vier Studien mit Messergebnissen bei 54 Katzen ein. Der virusähnliche Partikelimpfstoff bildet Antikörper, die wiederum Allergene wie "Fel d 1" neutralisieren.

Innerhalb von drei Jahren soll der Impfstoff übrigens marktreif sein. Die Universität Zürich hat eigens ein Tochterunternehmen namens "HypoPet" gegründet, um "die enge Verbindung zwischen Tierhaltern und deren geliebten Begleitern zu schützen und zu stärken", wie die Universität auf ihrer Internetseite formuliert. So wolle sie in naher Zukunft auch einen Impfstoff für allergische Hundefreunde entwickeln.

Lesen Sie auch: Grumpy Cat & Co.: Die berühmtesten Katzen des Internets

Ein weiterer Aspekt der Forschung von "HypoPet" liegt darin, dass die Methode, den Tieren Antikörpern zu spritzen, perspektivisch "eine Linderung bei Erkrankungen wie Allergien, Entzündungen, Schmerzen oder Krebs" herbeiführen könnte. Damit wäre dann künftig auch der Gesundheit der Haustiere gedient.

Lesen Sie auch: Immer mehr Tiere sind allergisch

Er sieht aus wie Bernstein, ist aber brandgefährlich. Immer wieder verwechseln Urlauber Überreste von weißem Phosphor mit dem Glücksbringer Bernstein. Welche Gefahr von der Chemikalie ausgeht und wie man sich schützen kann, verrät unser Artikel.

13:40 Uhr

Es hat eine 40 Milliarden mal größere Masse als die Sonne - genug, um unser ganzes Sonnensystem zu verschlingen: Forscher entdeckten das Monstrum jetzt im Zentrum der Galaxie Holmberg 15A. Werden wir bald Opfer dieses schwarzen Giganten?

13:39 Uhr

Im Sommer sind sie nur schmückendes Beiwerk im Beet, aber im Herbst und Winter werden Gräser zum Hingucker. Warum es sich lohnt, die schlanken Pflanzen in den Garten zu holen.

12:12 Uhr