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Wissen Im Test: Diese rezeptfreien Medikamente helfen gegen Heuschnupfen
Nachrichten Wissen Im Test: Diese rezeptfreien Medikamente helfen gegen Heuschnupfen
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18:00 27.03.2019
Rund 16 Prozent der Deutschen leiden an einer Pollenallergie. Quelle: Albertsen Foto - stock.adobe.com
Hannover

Für die einen bedeuten die ersten warmen Frühlingstage und die blühenden Blumenwiesen echte Frühlingsgefühle – die anderen prüfen ängstlich im Kalender, wann es sie das nächste Mal erwischt, weil der Blütenstaub von Hasel, Erle oder Birke unterwegs ist. Rund 16 Prozent der Deutschen leiden an einer Pollenallergie. Die Stiftung Warentest hat in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 04/2019) die besten und günstigen rezeptfreien Arzneimittel bei Heuschnupfen begutachtet. Halten die Medikamente wirklich das, was sie versprechen?

Wie behandelt man eine Pollenallergie?

Zur Behandlung von Heuschnupfen gibt es verschiedene Ansätze: Die Allergenkarenz bedeutet das Meiden von Pollen und ist die sicherste Methode zur Therapie der Allergie. Allerdings ist sie schwierig realisierbar, da die Pollen kilometerweit durch die Luft fliegen können.

Als weitere Methode gilt die Hyposensibilisierung. Hierbei wird der Körper langsam an den Allergieauslöser gewöhnt, damit er lernt, nicht mehr darauf zu reagieren. Üblicherweise bekommen Patienten über drei Jahre hinweg Spritzen, Tabletten oder Tropfen vom Hausarzt. Als Ergänzung kann das regelmäßige Spülen der Nase mit isotonischer Salz-Lösung hilfreich sein, um den Bedarf antiallergischer Medikamente zu sinken.

Eine Übersicht der Behandlungsmöglichkeiten und den Pollenkalender gibt es hier.

Nasensprays für freies Atmen

Der Einsatz von Nasenspray kann bei Heuschnupfen Linderung schaffen. Die im Nasenspray enthaltenen Wirkstoffe sorgen für eine Abschwellung und erleichtern auf diese Weise das Atmen. Die Stiftung Warentest empfiehlt Arznei ohne Konservierungsstoffe, um eine Schädigung der Nasenschleimhaut zu vermeiden. Zudem können Allergiker mit den richtigen Wirkstoffen im Nasenspray den gewünschten Effekt erzielen: Cromoglizinsäure wirkt vorbeugend, Azelastin und Levocabastin wirken akut. Das günstigste Produkt, das mit einem gutem Wirkstoff im Test überzeugt hat, war „Crom Ophtal“, das laut dem unverbindlichen Preis-Verzeichnis der Apotheken für 6,37 Euro im Handel zu kaufen ist.

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Tropfen für geplagte und juckende Augen

Pollen, die bei Allergikern zu tränenden, geröteten und juckenden Augen führen, können im schlimmsten Fall eine Bindehautentzündung verursachen. Beschwerden dieser Art können durch Augentropfen gelindert werden. Ähnlich wie beim Nasenspray gilt auch hier: Mittel mit Cromoglizinsäure beugen vor. Sie sind ab etwa zwei Wochen vor dem Pollenflug zu nehmen. Tropfen mit dem Wirkstoff Ketotifen wirken zusätzlich akut.

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Kombipackungen: Für Augen und Nase

Allergiker, die unter Beschwerden an Augen und Nase leiden und sparen wollen, greifen gerne zu Kombipackungen. Auch hierbei rät die Stiftung Warentest zu Mitteln ohne Konservierungsstoffe. Mit einem Preis von 15,90 Euro ist „Azedil“ das günstigste rezeptfreie Kombi-Medikament zu akuten Behandlung.

Tabletten gegen Heuschnupfen

Der Vorteil von Heuschnupfen-Tabletten ist die akute, lange Wirkzeit von 24 Stunden. Eine Tablette täglich reicht oft aus. Viele Allergiker verzichten dennoch tagsüber auf sie, weil sie denken, Antihistaminika würden stark ermüdend wirken: Das gilt jedoch längst nicht mehr für die Wirkstoffe Cetirizin und Loratadin. Als günstigste Tabletten haben „Lora ADGC“ im Test überzeugt: Sie sind im Handel schon für 2,70 Euro erhältlich. Als teuerstes, jedoch qualitativ hochwertiges Produkt gilt „Cetirizin Hexal“ für 9,37 Euro.

Von RND

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