Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Wissen Deutsche sollen eine Stunde lang Insekten zählen
Nachrichten Wissen Deutsche sollen eine Stunde lang Insekten zählen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:43 31.05.2019
Gefährdet: Eine Wildbiene sitzt auf einem Löwenzahn in einem Obsthain. Quelle: Jan Woitas/dpa
Anzeige
Berlin

Spätestens seit vergangenem Jahr wissen wir, dass wir dabei sind, einen Großteil unserer Insekten zu verlieren. Die Biomasse der Fluginsekten, das hatten mehrere Studien ergeben, ist zwischen 1989 und 2016 um 76 Prozent (im Hochsommer bis zu 82 Prozent) zurückgegangen. Der Schwund betrifft demzufolge die meisten Arten, von Wildbienen und Hummeln über Schmetterlinge, Fliegen bis hin zu Käfern. Es geht also um so ziemlich alle fliegenden Sechsbeiner, die als Bestäuber für Pflanzen und auch als Beute für Vögel wichtig sind – und damit Grundlage eines ausgewogenen Ökosystems und für unsere Nahrung.

Lesen Sie auch:
Insekten schwinden dramatisch

Das Interesse an den Insekten ist nun gestiegen, und der Naturschutzbund (Nabu) ruft zum zweiten „Insektensommer“ auf: Von Freitag an sollen die Deutschen ihre Insekten vor der Haustür zählen. Dafür werden die Teilnehmer gebeten, an einem Ort eine Stunde lang Sechsbeiner zu beobachten, zu bestimmen und zu zählen, erklärt der Nabu.

Die Ergebnisse der Beobachtungen kann man dem Nabu dann online oder mit der kostenlosen App „Insektenwelt“ melden. Ziel der Aktion ist es, Daten zur Artenvielfalt und der Häufigkeit von Insekten zu sammeln. Teilnehmer können verschiedenste Lebensräume wie Garten, Balkon, Wiese oder Wald unter die Lupe nehmen. Hilfen zur Insektenbestimmung stellt der Nabu auch auf seiner Webseite bereit.

Gewinner 2018: Steinhummel und Hainschwebfliege

Der „Insektensommer“ hat zwei Phasen: Die erste, die nun beginnt, läuft bis zum 9. Juni. Der zweite Meldezeitraum ist vom 2. bis 11. August. Hintergrund ist, dass manche Arten laut Nabu eher früh im Sommer gut zu beobachten seien, andere später. Beim „Insektensommer“ im Juni 2018 wurden am häufigsten Steinhummel, Hainschwebfliege und Asiatischer Marienkäfer gemeldet.

Lesen Sie auch:
Große Bienenarten sind stärker bedroht als kleine

In mehreren Regionen Deutschlands beobachteten Wissenschaftler stark rückläufige Insektenbestände. Das hatten Langzeit-Erhebungen in 63 deutschen Schutzgebieten ergeben, für die der Entomologische Verein Krefeld den Inhalt von Insektenfallen ausgewertet hatte. Ein internationales Forscherteam belegte die Arbeit später im Wissenschaftsjournal „Plos One“.

Lesen Sie auch:
Riesige knallbunte Insekten entdeckt

Von RND/so/dpa

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist bereits so dramatisch, dass viele Unternehmen eigene Programme aufgelegt haben. Die Folge: So wie Melissa Salazar kommen mittlerweile viele Beschäftigte aus Südamerika, Polen oder China.

31.05.2019

Sexsucht ist eine psychische Störung. Betroffene verlieren die Kontrolle über ihre Impulse und vernachlässigen ihre Pflichten und Interessen. Probleme in der Partnerschaft und im Job können die Folge sein. Wie erkennt man eine Sexsucht und was hilft?

31.05.2019

Nicht jeder, der alleine lebt, ist einsam. Doch das Gefühl der Einsamkeit verbreitet sich in Deutschland. Andere Länder gehen gezielt dagegen vor.

31.05.2019