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Wissen Namibische Buschleute erforschen Urmenschen
Nachrichten Wissen Namibische Buschleute erforschen Urmenschen
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16:15 01.07.2013
Die Namibischen Buschleute Thui Thao (v-l), Uli Kxunta und Tsamkxao Cligae posieren bei ihrem Besuch im Neanderthal-Museum in der Ausstellung „Steinzeitkinder" neben einem Lagerplatz prähistorischer Jäger. Sie sollen ein deutsches Forschungsprojekt unterstützen. Quelle: dpa
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Drei San-Jäger aus der Kalahari brechen mit zwei deutschen Wissenschaftlern am Dienstag nach Frankreich auf. Die San, die auch Buschleute genannt werden, gelten als die besten Spurenleser der Welt und arbeiten in ihrer Heimat oft als Fährtensucher und Jagdführer.

Die Forscher erhoffen sich von den Erkenntnissen der San Informationen etwa zum Gesundheitszustand, zur Körperhaltung und Gangart der Eiszeitmenschen. Dies berichteten die leitenden Wissenschaftler Tilman Lenssen-Erz von der Forschungsstelle Afrika der Universität Köln und Andreas Pastoors vom Neanderthal Museum in Mettmann am Montag. Die beiden langjährigen Experten für Felsbildmalerei und Höhlenkunst haben die San in Namibia und Deutschland auf die Aufgabe vorbereitet. Erste Ergebnisse der Expedition sollen am 17. Juli in Köln präsentiert werden.

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„Die Bilder erzählen uns nicht alles, was die Menschen gemacht haben“, sagte Pastoors über die Höhlenmalereien. Doch die Untersuchung der Hand- und Fußspuren sei in der Erforschung der eiszeitlichen Kunst immer nur ein Randthema gewesen. In den 20er Jahren habe man angefangen, Alter, Größe und Abstammung der Menschen durch die Vermessung der Spuren zu entschlüsseln. Immer aber seien die Spuren mit rituellen Handlungen in Verbindung gebracht worden. Diese Spekulationen wollen die Forscher prüfen. „Wir gehen da sachlich dran“, sagte Lenssen-Erz.

Rund 350 Höhlen mit Wandmalereien seien in den Pyrenäen bekannt, sagte Pastoors. In zehn Höhlen wurden Fußabdrücke der Steinzeitmenschen gefunden. Stichprobenartig sollen die San in Niaux und fünf weiteren, auch weniger zugänglichen Höhlen 50 bis 60 Spuren untersuchen. In ihrem Dorf können sie jede Spur den einzelnen Bewohnern zuordnen.

dpa

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