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Wissen Madagaskar: Riesige knallbunte Insekten entdeckt
Nachrichten Wissen Madagaskar: Riesige knallbunte Insekten entdeckt
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19:00 02.04.2019
Mit einer Größe von über 20 Zentimetern gehört dieser Achrioptera maroloko nun zu den größten Insekten der Welt. Quelle: Frank Glaw/SNSB-ZSM/dpa
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München

Die bizarren Tiere sehen aus wie Wesen aus einer fantastischen Welt: Forscher haben auf Madagaskar zwei neue Riesenstabschrecken identifiziert. Mit mehr als 20 Zentimetern Körperlänge gehören sie zu den größten Insekten der Welt, teilte die Zoologische Staatssammlung München (ZSM) am Dienstag mit. Die Tiere sind schon seit rund 15 Jahren von ihrem Aussehen her bekannt, jedoch wurde erst jetzt über genetische Tests nachgewiesen, dass es sich um eigene Arten handelt. Die Forscher stellen ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Frontiers in Ecology and Evolution“ vor.

Neue Stabschrecken-Arten sind alles andere als unsichtbar

Anders als die meisten Stabschrecken tarnen sich die Männchen der neuen Arten namens Achrioptera manga und Achrioptera maroloko nicht als unscheinbare Äste, sondern zeigten sich farbenprächtig. Das sei ungewöhnlich, erläuterten die Forscher. Denn die wichtigste Überlebensregel für Stabschrecken sei normalerweise, sich unsichtbar zu machen, um nicht von Vögeln oder anderen Tieren gefressen zu werden.

Ein Männchen von Achrioptera manga, das blaue Wunder aus Madagaskar. Quelle: Frank Glaw/SNSB-ZSM/dpa

„Möglicherweise nehmen sie mit ihrer Blätternahrung Pflanzengifte auf, die sie in ihrem Körper einlagern und signalisieren mit ihrer Farbenpracht, dass sie nicht genießbar sind“, sagte Frank Glaw, Kurator an der Zoologischen Staatssammlung, laut einer Mitteilung. Im Tierreich gebe es meist dann bunte Männchen, wenn Weibchen diese für die Paarung bevorzugten. Die neuen Arten seien aber vor allem nachts aktiv – insofern sei rätselhaft, was die Farbe den Tieren bringe.

Madagaskar: Wo die Natur Rekorde feiert

Vor 150 Millionen Jahren spaltete sich Madagaskar von Afrika ab und konnte so unabhängig vom afrikanischen Festland eine ganz eigene Natur entwickeln. Die Diversität wird zudem durch vier unterschiedliche Klimazonen begünstigt. Auf der riesigen Insel gibt es, neben tropischen Regenwäldern, zum Beispiel kühle Bergregenwälder, wo die Temperaturen nachts auf bis zu null Grad fallen können.

Etwa 85 Prozent der Tier- und Pflanzenarten auf der Insel sind endemisch – das bedeutet, sie leben nur auf Madagaskar. Und es könnten weitere hinzukommen. Denn auch heute noch werden immer neue Tierarten entdeckt. So wie zum Beispiel diese Mini-Frösche.

Von RND/dpa

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