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Wissen Jährlich elf Millionen Tote durch falsche Ernährung
Nachrichten Wissen Jährlich elf Millionen Tote durch falsche Ernährung
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06:28 04.04.2019
Ein Verkäufer backt vor dem Beginn des Fastenmonats Ramadan traditionelle Süßigkeiten in einem Laden in Kabul. Afghanistan gehört zu den Ländern mit den meisten Todesopfern durch schlechte Ernährung. Quelle: Rahmat Gul/AP/dpa
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London

Weltweit jeder fünfte Todesfall, die gewaltige Zahl von elf Millionen, ist nach den Ergebnissen einer groß angelegten Studie jährlich auf ungesunde Ernährung zurückzuführen. Das schreiben internationale Forscher im Fachblatt „The Lancet“. In Deutschland gab es im Jahr 2017 demnach 162 Todesfälle pro 100 000 Einwohner, die ungesunder Ernährung zuzurechnen sind. Das Hauptproblem dabei sei ein zu niedriger Konsum (weniger als 125 Gramm pro Tag) von Vollkornprodukten, schreiben die Forscher.

Insgesamt liegt Deutschland auf Platz 38 von 195 berücksichtigten Staaten. Die wenigsten solcher Todesfälle je 100 000 Einwohner gibt es demnach in Israel, Frankreich und Spanien (Plätze eins bis drei), die meisten auf den Marshallinseln, in Afghanistan und in Usbekistan (Plätze 193 bis 195).

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Die Forscher haben in der umfangreichen Untersuchung Ernährungsstile unter die Lupe genommen, die zu nicht-übertragbaren Erkrankungen wie Herzkreislauf-Krankheiten, Krebs oder Diabetes Typ 2 führen können. Zu den 15 untersuchten Faktoren gehören unter anderem zu wenig Obst, zu wenig Vollkornprodukte oder auch zu viel rotes Fleisch. Nicht berücksichtigt wurden Todesfälle, die auf Mangelernährung, Hunger oder Alkoholmissbrauch zurückzuführen sind, wie Toni Meier von der Universität Halle-Wittenberg erklärt, der an der Studie beteiligt war.

Von RND/dpa

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