Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Wissen Organspendeausweis 2019: Wo bekommt man ihn und wer darf ihn beantragen?
Nachrichten Wissen Organspendeausweis 2019: Wo bekommt man ihn und wer darf ihn beantragen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:23 01.06.2019
Die Zahl der Organspender ist im vergangenen Jahr um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Trotzdem warten noch 10000 Menschen auf ein Spenderorgan. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Organ- und Gewebetransplantationen können Leben retten. Voraussetzung ist, dass sich Menschen bereit erklären, nach ihrem Tod Organe zu spenden. Im Jahr 2018 gab es 20 Prozent mehr Organspender als im Jahr 2017. Erstmals seit 2010 ist die Zahl der Organspender wieder deutlich angestiegen. „Gut, aber nicht gut genug“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach der Auswertung der Zahlen. Obwohl die Zahl der Organspender gestiegen ist, warten noch 10000 Menschen auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Wer mach seinem Tod Organe Spenden möchte, der sollte einen Organspendeausweis bei sich tragen. Hier sind die wichtigsten Fakten im Überblick:

Organspendeausweis: Wo gibt es den Ausweis?

Den Organspendeausweis gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen Herzstiftung, der eigenen Krankenkasse oder in Arztpraxen und auch Apotheken.

Organspender: Wer darf Organe spenden?

Jugendliche ab dem vollendeten 16. Lebensjahr können ohne Zustimmung der Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst entscheiden, ob sie Organspender werden. Bis zum 14. Lebensjahr entscheiden die Eltern über eine Organspende ihrer Kinder. Im Erwachsenenalter gibt es keine feste Altersgrenze für eine Organspende.

Gibt es medizinische Ausschlussgründe für eine Organspende?

Je nach Einzelfall, so die BZgA: eine überstandene Tuberkulose etwa oder bestimmte Krebserkrankungen. Diese sollten Organspender daher auf dem Ausweis unter „Anmerkungen/Besondere Hinweise“ eintragen.

Kann ich nur bestimmte Organe spenden?

Auf der Rückseite des Ausweises können Besitzer entweder die Organe auflisten, die sie spenden wollen. Oder sie schließen bestimmte Organe ausdrücklich von der Spende aus.

Einmal Organspendeausweis, immer Organspendeausweis?

Der Organspendeausweis ist zwar ein offizielles und rechtlich gültiges Dokument, wird aber nicht registriert. Wer also einen Organspendenausweis hat, sich aber umentscheidet und nicht mehr spenden möchte, der entsorgt ihn einfach.

Gibt es den Organspendeausweis auch digital?

Auf vielen Smartphones gibt es zwar die Möglichkeit, Gesundheitsdaten für den Notfall einzutragen. Weil dort die eigenhändige Unterschrift fehlt, ist das laut BZgA aber nicht rechtsverbindlich - anders als beim Organspendeausweis auf Papier.

Organspende: Rat auch am Infotelefon

Weitere Informationen zum Thema erhalten alle Interessierten am Infotelefon Organspende der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) wochentags von 9 bis 18 Uhr unter 0800 90 40 400. Der Anruf ist kostenlos.

Von RND /Jessica Schantin

Schon bald könnten Lastwagen an Oberleitungen über die Autobahnen fahren. Die ersten Teststrecken gibt es bereits – ein wichtiger Schritt in Richtung ­E-Mobilität.

01.06.2019

Bienenforscher haben in Argentinien eine seltsame Entdeckung gemacht: Zur Abwechslung hatten Bienen ein komplettes Nest aus selbst zugeschnittenen Plastikteilen gebaut. Der Versuch einer Anpassung?

31.05.2019

Frisch-herbes Aroma und ein zarter Bitterton - so lieben Pilsliebhaber ihr Bierchen. Ist die Biersorte aber auch frei von bedenklichen Stoffen? Öko-Test hat das Lieblingsgetränk der Deutschen genau unter die Lupe genommen. Und die besten Pils-Sorten aufgelistet.

31.05.2019