Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Wissen “Paddagei”: Sollten Eltern lustige Wortneuschöpfungen bei Kindern korrigieren?
Nachrichten Wissen “Paddagei”: Sollten Eltern lustige Wortneuschöpfungen bei Kindern korrigieren?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 26.10.2019
Beim Sprechen und Lesen lernen sind Fehler erlaubt - lustige Wortneuschöpfungen können sogar das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Familie stärken. Quelle: Ben White/Unsplash
Anzeige
Berlin

Wenn Kleinkinder auf schwierige Wörter treffen, verblüffen sie ihr Umfeld oft mit Wortneuschöpfungen. Das trägt zur Belustigung der Familie oder gleich der ganzen Verwandtschaft bei. Bald wird dann zum Beispiel der Pinguin von allen nur noch "Pin-Lon" genannt. Ist das gut? Oder sollte man das Kind von Anfang an sofort korrigieren? Und darf man über ulkige Wörter des Nachwuchses lachen?

"Die meisten Eltern korrigieren ihre Kinder ganz automatisch, indem sie das falsch Gesagte noch mal richtig wiederholen", beruhigt die Erziehungsexpertin Danielle Graf. Die Buchautorin und Bloggerin (www.gewuenschtestes-wunschkind.de) würde auf ein "Schau, Mama, Pin-Lon" zum Beispiel instinktiv mit "Ja, das ist ein Pinguin" antworten, ohne den Fehler weiter zu thematisieren.

Mehr zum Thema

Mütter als Hilfslehrerinnen: Hilfe, mein Kind kommt in die Schule!

Lustige Familienwörter stärken die Zusammengehörigkeit

Denn ständige Korrekturen könnten die Freude am Spracherwerb durchaus beeinträchtigen, erklärt Graf. "Durch das korrigierte Wiederholen lernen Kinder nach und nach die richtige Aussprache der Worte, ohne dass sie sich bloßgestellt fühlen müssen."

Für die zweifache Mutter spräche aber auch nichts dagegen, einige lustige Familienwörter bewusst falsch zu etablieren: "Denn das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl." Auch Lachen sei erlaubt. Wichtig sei dann jedoch, dass es ein Miteinander-Lachen und kein Auslachen ist.

Mehr zum Thema

Pizza, Pizza und nochmal Pizza: Wie schlimm ist einseitige Ernährung bei Kindern?

RND/dpa

Es gab schon viele Umsetzungen des Gameklassikers „Tetris“. Nun ist mit „Cøpenhagen“ eine sehr gelungene Variante auf den Markt gekommen. In diesem Brettspiel restaurieren die Spieler den Kopenhagener Stadtteil Nyhavn, der bekannt ist für seine bunten Giebelhäuser.

26.10.2019

Ob aus Korb, Bast oder Rattan: Möbel und Accessoires aus geflochtenem Material haben derzeit Konjunktur. Grund dafür ist vor allem unsere Sehnsucht nach mehr Natur und Behaglichkeit. Weidenkorb und Co. machen sich sowohl draußen als auch drinnen gut.

26.10.2019

Exotische Krankheitserreger wie das West-Nil-Virus werden von Mücken übertragen, auch von Hausmücken – und die sind überall. Um gefährliche Arten ausrotten zu können, sind Experten auch auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Hilfreich ist es bereits, offene Wasserstellen, wie Vogeltränken, zu vermeiden.

26.10.2019