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Wissen Pestizide in Gewürzen entdeckt
Nachrichten Wissen Pestizide in Gewürzen entdeckt
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18:58 08.11.2009
Quelle: ddp (Archivbild)
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Greenpeace stuft nach einem Test mehr als 25 Prozent von 37 Proben aus konventionellem Anbau als „nicht empfehlenswert“ ein.

Besonders belastet sind nach Greenpeace-Angaben wie bereits im Vorjahr Paprika- und Currypulver sowie getrocknete Petersilie. So werde in getrockneter Petersilie der Marke Tip, einer Eigenmarke der Metro-Tochter Real in Hamburg, die gesetzlich festgelegte Höchstmenge überschritten. Die Organisation habe Strafanzeige gegen Metro erstattet. Frische Kräuter hingegen seien im Vergleich zu 2008 nur noch gering belastet.

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Eine Prise Paprika oder Curry enthält laut Greenpeace bis zu 20 verschiedene Chemikalien. Darunter befänden sich gesundheitsgefährdende Wirkstoffe wie das als Nervengift wirkende Chlorpyrifos-Ethyl und das die Fortpflanzung beeinträchtigende Carbendazim. Selbst das in der EU verbotene Pestizid DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) sei in einer Curry-Probe nachgewiesen worden. Greenpeace kritisierte gleichzeitig Mängel beim Verbraucherschutz. So gebe es für Gewürzmischungen wie Currypulver keine Grenzwerte bei der Pestizidbelastung.

Anfang September 2009 wurden insgesamt 44 Proben Petersilie, Schnittlauch, Curry- und Paprikapulver gekauft, davon sieben aus biologischem Anbau. Sie stammen laut Greenpeace aus Filialen der sechs führenden deutschen Supermarktketten und einem Biosupermarkt in Berlin, Hamburg, Köln, München und um Frankfurt am Main.

ddp

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