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Wissen Pilze sammeln: Die wichtigsten Grundlagen und Tipps
Nachrichten Wissen Pilze sammeln: Die wichtigsten Grundlagen und Tipps
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15:29 16.09.2019
Nach dem Pilze sammeln belohnt man sich selbstverständlich mit einer leckeren Pilz-Pfanne. Die Pfanne sollte fast rauchen, bevor die Pilze in Rapsöl oder Butterschmalz angebraten werden. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
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Hannover. Der Herbst steht in den Startlöchern und in den Wäldern beginnen die Pilze zu sprießen. Es ist die Zeit, in der eifrige Sammler auf der Suche nach den beliebten Leckerbissen durch das Unterholz streifen. Das Ganze richtig anzugehen, ist aber nicht unbedingt einfach und es gibt einiges, was beim Pilze sammeln zu beachten ist.

Wie bereite ich mich auf das Pilze sammeln vor?

Bevor die Reise in die Wälder los gehen kann, sollte ein gewisses Grundwissen über essbare Pilze angelegt werden. Generell gilt beim Pilze sammeln: Bei Unsicherheiten ist es immer besser, den Pilz stehen zu lassen, als ein Risiko einzugehen. Die richtige Ausrüstung ist ein weiteres Thema. Warme Kleidung und festes Schuhwerk sind in den herbstlichen Wäldern von enormen Vorteil. Dazu sind ein Taschenmesser und ein offener Korb für den Transport nötig. Ein Handbuch oder eine App mit Informationen zu heimischen Pilzarten ist eine zusätzliche Ergänzung.

Wann und wo kann ich nach Pilzen suchen?

Die meisten essbaren Pilzarten in Deutschland wachsen im Zeitraum zwischen Juni und November. Die optimale Pilzsaison bilden aber die Monate September und Oktober, da das Wetter in dieser Zeit das Wachstum begünstigt. Hier sind einige essbare Pilze und ihre Wachstumszeit aufgelistet:

  • Maronen-Röhrling: Juni - November
  • Steinpilz: Juni - Oktober
  • Birkenpilz: Juni - November
  • Pfifferling: Juni - Oktober
  • Krause Glucke: Juli - November

Diese klassischen Pilzarten sind immer wieder in deutschen Wäldern zu finden. Der Maronen-Röhrling ist meist überall in Nadelwäldern anzutreffen. Steinpilze wachsen im Normalfall unter Fichten, während die Klause Glucke Kiefern bevorzugt. Die allseits bekannten Pfifferlinge sind weniger wählerisch und gedeihen sowohl in Nadel-, als auch in Laubwäldern. Und der Birkenpilz ist, wie der Name schon erahnen lässt, unter Birken aufzufinden.

Wie kann ich Pilze richtig ernten?

Ist ein Pilz gefunden und die Art als essbar bestimmt, ist ein Blick auf das gesammelte Exemplar unerlässlich. Natürlich sollten verdorbene Pilze gemieden werden. Aber auch Pilze mit Bissspuren von Tieren sollten stehengelassen werden um Infektionen zu vermeiden. Besteht der Pilz die Inspektion, kann mit der Ernte begonnen werden. Mit einem Messer wird der Pilz ganz unten am Stiel abgeschnitten. Alternativ kann der Pilz auch vorsichtig im ganzen aus dem Boden herausgedreht werden. Das Herausreißen des Pilzes ist nicht zu empfehlen, da an dieser Stelle im kommenden Jahr keine neuen Pilze nachwachsen würden.

Die Ernte wird in einem offenen Korb verstaut und transportiert, um frühzeitigem Verderben vorzubeugen. Im Anschluss sollte die Ausbeute möglichst schnell zubereitet und nicht länger als zwei Tage gelagert werden.

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Wie viele Pilze darf ich sammeln?

Beim Sammeln von Waldfrüchten gilt die Handstraußregel. Dieses Gesetzt besagt, dass in der öffentlichen Natur bestimmte Pflanzen in geringer Menge und auf angemessene Weise geerntet werden dürfen, um sie für den privaten Eigenbedarf zu verwenden. Das betrifft Beeren, Kräuter und auch Pilze. Grundlegend lässt sich ein Kilogramm pro Person ohne Probleme sammeln. Bei weitaus größeren Mengen könnte allerdings ein Verstoß vorliegen und sogar zu hohen Bußgeldern führen.

Gibt es besondere Tipps?

Der erfahrener Sammler ist auch mit der Biologie der Pilze vertraut. Der Teil des Pilzes, der über der Erde bei der Ernte abgeschnitten wird, ist nur der Fruchtkörper. Im Boden darunter befindet sich ein weit verzweigtes Wurzelgeflecht aus Fäden, auch Myzel genannt. Teils erstrecken sich diese Fäden übere mehrere Meter durch den Erdboden und bilden den Hauptteil des Pilzes. Bei günstigen Bedingungen werden die bekannten Fruchtkörper an der Oberfläche ausgebildet.

Da sie zum selben Geflecht gehören, wachsen Pilze an der Oberfläche meist in Gruppen nahe beieinander. Es ist also lohnenswert die Umgebung genau zu untersuchen. Werden die Pilze richtig geerntet und damit der unterirdische Hauptteil nicht beschädigt, wachsen an der selben Stelle im folgenden Jahr sicher wieder neue heran. Daher zahlt sich ein erneuter Besuch im nächsten Herbst sicher aus.

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Von RND

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