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17:30 14.02.2019
Die Stornierungskosten eines Urlaubs können ohne eine Versicherung schnell teuer werden. Quelle: Fotolia
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Hannover

Für viele ist der Urlaub ein Lichtblick im Jahr, der nicht nur eine Erholung vom Alltagsstress bietet, sondern auch Freizeit mit den Liebsten bedeutet. Muss die Reise kurz vor knapp abgesagt werden, etwa weil man krank ist oder wegen eines Unfalls, dann ist das ärgerlich. Ist alles bereits gebucht worden, gibt es für diesen Fall Reiserücktrittsversicherungen, die davor schützen, auf den Stornierungskosten sitzen zu bleiben.

Wovor schützt eine Reiserücktrittsversicherung?

Dass eine Reiserücktrittsversicherung bei Krankheit und körperlicher Einschränkung wirkt, ist den meisten bekannt. Sie gilt allerdings auch für den Fall einer Schwangerschaft, bei Verlust des Arbeitsplatzes durch eine betriebsbedingte Kündigung oder beim Tod eines Mitreisenden. Darüber hinaus gibt es sogar viele Versicherer, die für die Stornokosten aufkommen, wenn eine mitversicherte Person unerwartet eine wichtige Schulprüfung oder eine Klausur für das Studium wiederholen muss. Allgemein hat der Kunde die Chance auf eine Kostenerstattung, wenn er aus „anerkannten“ Gründen zu Hause bleibt. Welche Szenarien darunter fallen, sollte vorab bei Abschluss der Versicherung geklärt werden.

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Reiseversicherung: Das sollten Sie beachten

„Gerade bei teuren und lange im Voraus gebuchten Reisen ist die Versicherung sinnvoll. Das gilt auch für Ausflüge mit Kindern und Senioren, da die krankheitsanfälliger sind“, erklärt Marie Schlicker von der Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest. Kommt es wenige Tage vor dem ursprünglichen Urlaubsantritt zu einer Annullierung, ohne dass man versichert ist, können die Stornokosten schon mehr als 75 Prozent des Reisepreises betragen. „Wir empfehlen deshalb einen Vertrag ohne Selbstbeteiligung, denn die liegt oft bei 20 Prozent der aufkommenden Kosten“, so Schlicker. „Am besten ist man abgesichert, wenn man ein Kombipaket mit einer Reiseabbruchsversicherung wählt.“ Die übernimmt Umbuchungskosten im Falle einer vorzeitigen Rückreise. Die meisten Anbieter erstatten bei einer Reiseabbruchsversicherung auch die Mehrkosten für einen längeren Aufenthalt oder nicht genutzte Reiseleistungen.

Reiserücktrittspolicen für Einzelpersonen und Familien

Mit Reiserücktrittspolicen für Einzelpersonen und Familien lassen sich entweder nur eine Reise oder - in einem Jahresvertrag - auch mehrere Reisen absichern. Bei einem Jahresvertrag darf jede einzelne Reise so viel kosten wie die vereinbarte Versicherungssumme. Je höher diese Summe, desto teurer ist der Versicherungsschutz. Im Allgemeinen sollten die Angebote stets verglichen werden. „Manchmal kann es schon günstiger sein, als Paar eine Familienversicherung anstatt zwei Einzelversicherungen abzuschließen“, erklärt die Expertin. „Mit Kindern macht eine Familienversicherung in jedem Fall Sinn.“ Gut ist es, wenn durch den Tarif auch einzelne Familienmitglieder versichert sind, wenn sie alleine reisen, beispielsweise bei Klassenfahrten. Die Stiftung Warentest weißt außerdem darauf hin, sich darüber zu informieren, bis zu welchem Alter die Kinder durch diesen Tarif mitversichert sind.

Auch wichtig: die Auslandsreisekrankenversicherung

„Bei Reisen außerhalb von Deutschland ist eine Auslandsreisekrankenversicherung unersetzlich“, meint Schlicker. Für Einzelpersonen gibt es die schon ab knapp 10 Euro im Jahr. Die Versicherung wirkt, wenn während des Urlaubs ein Krankheitsfall auftritt oder eine Behandlung notwendig ist. „Unter bestimmten Voraussetzungen kommt der Schutz auch für den Rücktransport auf“, so die Expertin. „Die gesetzliche Krankenkasse reicht meistens nämlich nicht, weil sie nicht alle Arzt- und Krankheitskosten entschädigt.“ Bei Privatversicherten hängt der Versicherungsumfang vom Vertrag ab.

Achtung bei Reiseversicherungspaketen

Die Stiftung Warentest warnt vor Reiseversicherungspaketen auf Reiseportalen: „Die Auswahl- und Vergleichsmöglichkeiten sind meist auf einen Tarif beschränkt. Dabei kann auch die Qualität der einzelnen Versicherungen stark variieren.“ Oft seien bei den Kombipaketen außerdem Versicherungen enthalten, die man nicht braucht - für die man allerdings mit zahlt. „Außerdem merken Kunden häufig nicht, dass sie Jahresverträge abschließen, die sich automatisch verlängern“, erklärt Schlicker.

Von RND/jo

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