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08:33 09.08.2019
Der Jupiter ist der größte Planet des Sonnensystems. Einem Fotografen gelang eine seltene Aufnahme eines Meteoriten-Einschlags auf dem Planeten. Quelle: Friedrich Saurer

Jupiter strahlt zur Zeit besonders hell am Nachthimmel. Der größte Planet unseres Sonnensystems ist schon mit bloßem Auge als strahlend weißer Punkt klar zu erkennen. Mit einem Teleskop ist aber auch die Oberfläche des Gasplaneten gut sichtbar, Blitze und die Jupiteraurora können regelmäßig beobachtet werden.

Einem Astrofotografen aus dem US-Bundesstaat Texas ist bei der Himmelsbeobachtung aber nun eine sehr seltene Aufnahme gelungen. Wie das Portal “Science Alert” berichtet, fing der Fotograf Ethan Chappel am 07. August mit seiner Kamera ein, wie ein Meteorit in der oberen Atmosphäre des Planeten explodiert. Bei Twitter teilte er ein Video, das den Moment des Einschlags zeigt. “Ich habe heute Nacht Jupiter beobachtet. Sieht sehr nach einem Aufprall im südlichen Äquatorial-Gürtel aus”, schrieb er unter seinem Post.

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Twitter-Clip zeigt den Aufprall

Chappel beobachtete eigentlich die Perseiden, einen jährlich wiederkehrenden Meteorstrom, als der Meteorit auf dem Jupiter einschlug. Den Blitz des Aufpralls bemerkte er erst, als er das Video später anschaute. “Als ich den Blitz gesehen habe, sind meine Gedanken gerast. Ich wollte das Video unbedingt mit Menschen teilen, die das Ergebnis nützlich finden könnten”, sagte Chappel gegenüber Science Alert.

“Das ist atemberaubend”

In dem kurzen Clip auf Twitter ist die bräunliche Wolkendecke des Planeten zu erkennen. Ganz links erscheint ein kleiner Punkt, der immer heller strahlt, bevor er wieder verblasst. “Ich habe so etwa noch nie gesehen”, erklärte der Astronom Jonti Horner von der Universität in Southern Queensland in Australien gegenüber Science Alert. “Das ist atemberaubend.”

Dabei ist ein Meteoriten-Aufprall auf dem Jupiter keinesfalls ein seltenes Ereignis. Die sogenannten Boliden - besonders helle Meteore, die in die Atmosphäre eindringen und dort explodieren - treten auch auf der Erde relativ häufig auf. Der Jupiter hat mit seiner größeren Masse noch einmal eine deutlich höhere Anziehungskraft. Außerdem ist der Planet von einer Vielzahl an Kometen und Asteroiden umgeben, die durch seine Gravitation angezogen werden. Eine Studie von 1998 ergab, dass Objekte auf dem Jupiter daher 2000 bis 8000 Mal häufiger einschlagen, als auf der Erde.

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Einschläge bleiben oft unbemerkt

Obwohl das Ereignis so häufig auftritt, sind bisher nur sehr wenige dieser Einschläge auch von Menschen beobachtet worden. 1994 sorgten die Einschläge der Trümmer des Kometen “Shoemaker-Levy 9” auf dem Jupiter mit spektakulären Bildern für Aufsehen. Auch 2009 und 2010 wurden ähnliche Ereignisse mit einer Kamera festgehalten. “Es ist ein sehr flüchtiges Ereignis und dauert nur wenige Sekunden”, erklärt Horner die geringe Anzahl der Aufnahmen. Zudem findet etwa die Hälfte der Meteoriteneinschläge auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes statt. Ein Großteil bleibt auf der Erde daher unbemerkt.

Umso aufregender sei deswegen ein Video, das den Einschlag eines Meteoriten in Echtzeit zeigt. Dem Astronomen zufolge können damit Aufnahmen verschiedener Ereignisse im Hinblick auf ihre Dauer verglichen werden.

Wie Science Alert berichtet, ist es möglich, dass der Krater des Einschlags von anderen Instrumenten untersucht werden könnte - zum Beispiel von der Jupiter-Sonde Juno. Ersten Berichten zufolge war der Aufbruch allerdings zu schwach, um einen Krater zu hinterlassen. Unklar ist bisher auch, wie groß das Objekt war. Da es von der Erde aus zu sehen war, muss es laut den Astronomen jedoch relativ groß gewesen sein.

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Von Luisa Ziegler/RND

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