Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Wissen Silikonfreie Shampoos im Test: Sind sie wirklich besser?
Nachrichten Wissen Silikonfreie Shampoos im Test: Sind sie wirklich besser?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 26.04.2019
Das Waschen der Haare mit silikonfreiem Shampoo irritiert anfangs: Die Haare brauchen Zeit für die Umstellung. Quelle: VadimGuzhva - stock.adobe.com
Anzeige
Köln

Das Verbrauchermagazin Öko-Test (Ausgabe 5/2019) hat 41 silikonfreie Shampoos getestet: Sieben der Produkte sind wegen umweltbelastender Kunststoffbestandteile oder problematischer Duft- und Konservierungsstoffe durchgefallen. Welche Produkte überzeugen konnten, und was bei der Benutzung eines silikonfreien Shampoos zu beachten ist, wissen die Experten.

Haarpflege ohne Silikon: Die Vorteile

Silikone sind nicht wasserlösliche Kunststoffe, die von Kläranlagen oft nicht gefiltert werden und so – zum Beispiel über Kosmetik – in unsere Umwelt gelangen. Dort können sie nur schwierig bis gar nicht abgebaut werden. Außerdem reichern die synthetischen Filmbildner sich in den Gewässern an und können sogar bis in das Grundwasser gelangen. Der Einsatz einiger in dieser Hinsicht besonders kritischer Silikone ist deshalb ab 2020 europaweit in abwaschbarer Kosmetik beschränkt.

Der Effekt bei silikonhaltigen Shampoos ist ähnlich, erklärt Öko-Test: Die Kunststoffe legen sich oft um die Haare und lagern sich hier ab. Das sorgt für eine Versieglung, die sich beispielsweise bei der Verwendung von Naturprodukten zum Haarefärben auswirkt. Außerdem könnten die Haare lasch wirken.

Viele silikonfreie Produkte im Test empfehlenswert

Unter den 41 getesteten Produkten waren 14, die als Naturkosmetik zertifiziert waren. Öko-Test hat die Shampoos von Laboren auf Problemstoffe analysieren lassen. Außerdem wurde die Zutatenliste auf andere Kunststoffbestandteile überprüft, die ebenfalls die Umwelt belasten könnten.

Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Shampoos schnitten „sehr gut“ oder „gut“ ab – darunter insbesondere die getestete Naturkosmetik, zum Beispiel das „Volumen Shampoo“ von Alverde, der Eigenmarke des Drogeriemarktes dm. „Sehr gut“ sind den Testern zufolge auch das Volumen-Shampoo der Marke Bioturm und das Volumen & Kraft Shampoo von Lavera.

Lesen Sie auch:
Lipgloss: Nur für Naturkosmetik gute Note

Sieben Shampoos „mangelhaft“ oder „ungenügend“

Die im Test durchgefallenen Shampoos enthielten Polyethylenglycole und chemische Verwandte (PEG), problematische Konservierungs- und Duftstoffe sowie Kunststoffe. Besonders bedenklich: Im „Intensiv Kräftigung Shampoo Bier“ von Guhl steckt die Substanz Ethylhexylmethoxycinnamat. Sie steht unter Verdacht, wie ein Hormon zu wirken und wird eigentlich als UV-Filter für Kopf und Haut eingesetzt. Auch für ungenügend befunden: Das Aussie Aussome Shampoo „Volumen“ und Herbel Essences’ „Volume“.

Lesen Sie auch:
Höchste Güteklasse bei Olivenöl oft Etikettenschwindel

Worauf Sie beim Kauf des Shampoos achten sollten

Öko-Test rät: Viele Shampoos ohne Silikone werden entsprechend auf der Verpackung angepriesen. Ist das nicht der Fall, kann man die Liste der Inhaltsstoffe überprüfen: Typische Silikone sind Dimethicone und Dimethiconol.

Beim Wechsel auf silikonfreies Shampoo geduldig sein

Wer von einem herkömmlichen Shampoo zu einem ohne Silikone wechselt, bemerkt besonders anfangs oft einen großen Unterschied: Die Haare sehen häufig angegriffen aus. Das sei aber nicht von großer Dauer, betont Öko-Test. Die Kunststoffe müssen vollständig aus dem Haar ausgewaschen sein – dann sei eine Besserung in Sicht.

Lesen Sie auch: Richtig Abschminken: Tipps für reine Haut

Von RND/dpa/jo

Vorbild im Norden: Dänemark, Schweden und Norwegen investieren viel in Klimaschutz. Pendler nutzen das Rad auf eigens gebauten Schnellwegen, Energie wird mit Wasser gewonnen, Elektroautos sind weit verbreitet. Ginge das auch in Deutschland?

26.04.2019

Beim jährlichen Treffen „Terra Livre“ demonstrieren derzeit hunderte indigene Brasilianer für die Erhaltung ihrer traditionellen Lebensräume. An ihrer Seite haben sie viele Wissenschaftler, die ihre Forderungen teilen. Ihre Hoffnung: Europa.

25.04.2019

Ein gepflegtes Erscheinungsbild gehört in vielen Bereiche der Arbeitswelt dazu. Doch darf ein Chef bestimmen, ob der Bart abrasiert werden muss? Jürgen Markowski ist Fachanwalt für Arbeitsrecht – er kennt die Antwort.

25.04.2019