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12:21 05.10.2019
Kaum haben Eltern das Telefon in der Hand, quasselt das Kind dazwischen: Oft geht es hierbei um Aufmerksamkeit. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn
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Bonn

„Wenn das Kind in den Störmodus schaltet, steht nichts anderes dahinter als das Konkurrieren um Aufmerksamkeit und die Frage ‚Bin ich wichtig?'", erklärt Erziehungsexpertin Nicola Schmidt. Sie ist die Autorin des Buches „Erziehen ohne Schimpfen" und rät Eltern, dem Nachwuchs genau das zu versichern. „Wenn sie die Information bekommen, wichtig zu sein, sind sie beruhigt."

Drei Minuten investieren und Alternativen anbieten

Zunächst würde Schmidt den Gesprächspartner am Telefon bitten, drei Minuten zu warten. Dann könnten Eltern ihr Kind fragen, was es braucht, anstatt zu sagen, es solle mit dem Dazwischenreden aufhören. Meist kämen dann Antworten wie „Ich muss mal Pipi", „Ich will kuscheln", „Mir ist langweilig" oder „Ich hab' Durst". Wenn Eltern sich dann um die Probleme kümmerten, indem sie versuchten, dem Nachwuchs Alternativen zu bieten, könnten sie ihr Telefonat in Ruhe beenden. „Das sind drei richtig gut investierte Minuten", sagt die Erziehungsratgeberin.

Es komme aber auch auf das Alter an. Wenn es um ganz kleine Kinder geht, wirbt Nicola Schmidt um Verständnis: „Die Kinder verstehen nicht, dass man mit jemanden redet, der nicht da ist. Sie denken, das ist ein Spiel."

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So können Eltern schon vor dem Telefonat für Abhilfe sorgen

Die Experten des Medienportals „BabyCenter" raten außerdem dazu, bereits vor dem Telefonat eine Schachtel mit Spielzeug bereitzustellen, die der Nachwuchs nur in besonderen Fällen nutzen darf. So könnten Eltern ihr Kind dazu ermutigen, in diesem Zeitraum einer eigenen Beschäftigung nachzugehen. „Seien Sie aber auch realistisch. Wenn ihr Kind dabei ist, sollten Telefonate nicht länger als zehn bis 15 Minuten dauern."

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RND/jo/dpa

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