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Wissen Tipps für Berufseinsteiger: So gelingt der Einstieg in den Job
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12:35 27.05.2019
Respekt verschaffen: Als Berufseinsteiger hat man es nicht immer leicht. Quelle: SFIO CRACHO - stock.adobe.com
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München/Hamburg

Es kann frustrierend sein: Gerade hat man die Uni oder die Ausbildung abgeschlossen, hat einen Job gefunden, startet voller Motivation – und stellt dann fest, dass einen die Kollegen, Kunden oder Klienten manchmal gar nicht als vollwertigen Mitarbeiter wahrnehmen. Die wichtigsten Ratschläge für Berufseinsteiger - damit dumme Sprüche, Unsicherheit und Übergangenwerden schnell der Vergangenheit angehören.

1. Tipp: Das Schauspielern lassen

„Extra erwachsen wirken geht schief, und zwar mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit“: Beraterin Christina Binsmaier aus München lässt keinen Zweifel daran, dass man mit großer Klappe und Maßanzug nicht weiterkommt, wenn man eigentlich gar nicht der Typ dafür ist. Viel wichtiger sei, dass man sich nicht verbiegt, sondern wohlfühlt.

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2. Tipp: Die richtigen Tricks anwenden

„Wenn Berufseinsteiger bei Meetings übergangen werden, liegt dies daran, dass man sie nicht wahrnimmt“, sagt Tomas Bohinc, der einen Ratgeber zum Thema geschrieben hat. Geschickt auffallen, lautet daher sein Rat - etwa, indem man das Protokollschreiben übernimmt oder sich um die Technik kümmert.

Und auch bei der Wortwahl kann man tricksen: Relativierende Formulierungen wie „vielleicht“ oder „ein bisschen“ wirken unsicher. Berufseinsteiger sollten sie am besten weglassen, rät Ragnhild Struss, Karriereberaterin aus Hamburg.

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3. Tipp: Einen Mentor suchen

Wer sich von einem anderen Kollegen unter die Fittiche nehmen lässt, hat Vorteile. Erstens hat er bei Fragen eine Vertrauensperson, die ihn in Abläufe und Gepflogenheiten einführt. Zweitens kann man mit einem Partner eigene Ideen schneller einbringen und stärker vertreten. Und es verbessert die eigene Stellung. „Sich am Anfang als Lernenden zu verstehen, zeugt von Demut und wirkt sich positiv aufs Team aus“, erklärt Struss.

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4. Tipp: Nicht provozieren lassen

Solche Situationen werden kommen: „Das übernimmt besser ein erfahrener Kollege“, heißt es in der Besprechung, oder „Wann kommt denn jetzt der richtige Arzt?“ beim Patientengespräch auf der Station. Das Wichtigste: Durchatmen. Und dann kontern, etwa so: „Ich bin zwar noch nicht so lange im Geschäft, aber mit dem Thema kenne ich mich gut aus.“ Kommen solche Situationen unter Kollegen öfter vor, hilft ein klärendes Gespräch mit dem betreffenden Mitarbeiter.

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5. Tipp: Schwächen charmant verpacken

Keiner muss alles können, betont Struss - solange man glaubhaft vermitteln kann, sich relevante Fähig- und Fertigkeiten aneignen zu wollen. „Ein Vortäuschen von Erfahrung fliegt schnell auf und richtet durch Glaubwürdigkeits- und Vertrauensverlust mehr Schaden an, als offen nach dem richtigen Vorgehen zu fragen oder um Hilfe zu bitten.“

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6. Tipp: Nicht die Nerven verlieren

Es ist normal, dass man sich als Neuer seine Position erst erarbeiten muss. Fremde Gesichter sind Störfaktoren im Team und potenzielle Konkurrenten, denen man nicht vorschnell Vertrauen schenken will. „Außerdem neigen einige Menschen dazu, Berufseinsteiger zu unterschätzen“, beobachtet Struss. Entsprechend finde man erst nach einer gewissen Zeit seinen Platz im System und muss sich Respekt und Vertrauen über einen längeren Zeitraum verdienen. Wer offen und sachorientiert bleibt, bekommt dieses Vertrauen aber irgendwann.

Von RND / dpa

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