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Wissen Verdienstkreuze für Hell und Südhof
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16:07 25.02.2016
Von Markus Scharf
Auszeichnung im Schloss Bellevue von Bundespräsident Gauck (Mitte) für die Nobelpreisträger Südhof (links) und Hell.
Auszeichnung im Schloss Bellevue von Bundespräsident Gauck (Mitte) für die Nobelpreisträger Südhof (links) und Hell. Quelle: dpa
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Berlin

Gauck bezeichnete den gebürtigen Göttinger Südhof und den seit 1997 in Göttingen forschenden Hell als „zwei sehr verschiedene Forscher, die auf sehr verschiedenen Feldern arbeiten und sehr verschiedene Lebenswege gegangen sind. Aber dennoch kann man hier und da Gemeinsamkeiten entdecken. Gemeinsam ist ihnen zunächst einmal Göttingen, die alte deutsche Gelehrtenstadt."

Weiter betonte Gauck während der Verleihung den Drang der beiden nach Freiheit: "'Die Luft der Freiheit weht' – das kann man wohl über das Wirken und das wissenschaftliche Ethos beider Gelehrten sagen. Wissenschaft braucht Freiheit. Nichts braucht sie so sehr wie Freiheit. Politische und ideologische Gängelung sind deswegen genauso Gift für die Wissenschaft wie ökonomische Not und bürokratische Fesseln", sagte Gauck.

Hell (53) erhielt 2014 den Nobelpreis für Chemie für die von ihm entwickelte Stimulated Emission Depletion (STED)-Mikroskopie. Sie macht es möglich, dass die Auflösungsleistung nicht mehr von der Wellenlänge des Lichts abhängig ist und so sind heute Strukturen in einer Zelle mit einer bis zu zehnmal besseren Detailschärfe im Vergleich zu herkömmlichen Lichtmikroskopen zu beobachten. Hell ist Direktor der Abteilung Nano-Biophotonik am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie.

Südhof (60) nahm den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2013 entgegen für seine Forschungserkenntnisse über die Funktion von Synapsen, den Schaltstellen des Nervensystems. Der Biochemiker ist seit 2008 Professor an der US-amerikanischen Universität Stanford und leitet das dortige Südhof Laboratory. Südhof studierte unter anderem in Göttingen Medizin und war am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen tätig. ms/jes

Höchste Auszeichnung:

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland – auch als Bundesverdienstkreuz bekannt – ist die höchste Verdienstauszeichnung des Landes. Der Orden wurde 1951 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet. Er wird in acht Stufen verliehen und ehrt in- und ausländische Personen für politische, wirtschaftliche, soziale und geistige Leistungen sowie besondere Verdienste.