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Wissen WHO warnt vor Ebola-Ausbreitung in neun Ländern
Nachrichten Wissen WHO warnt vor Ebola-Ausbreitung in neun Ländern
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09:10 18.10.2018
Mitarbeiter eines Gesundheitsamtes desinfizieren ein Gebäude des Krankenhauses in Mbandaka. Quelle: John Bompengo/AP/dpa
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Genf

Die Weltgesundheitsorganisation hat angesichts der tödlichen Ebola-Epidemie im Kongo neun Nachbarländer vor einer Ausbreitung der Krankheit gewarnt. Das Risiko sei in Uganda, Ruanda, Burundi und Südsudan besonders hoch, teilte die WHO am Mittwochabend in Genf mit.

Die betroffenen Länder hätten bereits personelle und materielle Unterstützung erhalten. Ein Expertengremium der WHO äußerte sich zwar sehr besorgt über die Epidemie im Nordwesten des Kongos, ein internationaler Gesundheitsnotstand müsse jedoch noch nicht ausgerufen werden, hieß es. Die WHO ist überzeugt, dass die Behörden und die internationalen Nothelfer eine Ausweitung der gefährlichen Infektionskrankheit verhindern können.

Kein Ebola-Notstand, aber zusätzliche Anstrengungen

Der Ausschuss empfahl aber zusätzliche Anstrengungen. „Sonst wird die Situation sich deutlich verschlechtern“, teilte der Ausschuss mit. „Die internationale Gemeinschaft sollte die Anstrengungen unterstützen.“ Der Ausschuss empfahl, die Produktion des Impfstoffes anzukurbeln, der vielversprechende Ergebnisse gebracht habe. 18 000 Menschen wurden im Kongo bereits geimpft, darunter medizinisches Personal sowie Angehörige von Kranken und deren Kontakte.

Die Nachbarländer sollten überlegen, Gesundheitspersonal in den grenznahen Bezirken vorbeugend bereits zu impfen, empfahl der Ausschuss. Partnerländer und Hilfsorganisationen sollten diese Länder stärker unterstützen. Wichtig sei auch, bei Ausreisenden an Flughäfen, Häfen und Landesgrenzen auf Krankheitssymptome zu achten.

Gewalt behindert Ebola-Bekämpfung

Von Anfang Mai bis Mitte Oktober sind 216 bestätigte und mögliche Ebola-Infektionen bei Menschen in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri erfasst worden. Davon sind 139 tödlich verlaufen. Die anhaltende Gewalt in den betroffenen Gebieten der Demokratischen Republik Kongo behindere die Bekämpfung des Ebola-Virus. Für Fachkräfte sei es aufgrund der Gefechte oft unmöglich, Ebola-Patienten oder mutmaßliche Neu-Infizierte zu besuchen und zu behandeln. Laut den UN sind in Nord-Kivu mehr als eine Million Menschen vor bewaffneten Gruppen geflohen. Mehr als 100 Milizen und Banden terrorisierten dort die Zivilbevölkerung.

Gegen das Ebola-Virus gibt es noch kein abschließend getestetes Heilmittel und keine zugelassene Schutzimpfung. Bei der bislang schlimmsten Ebola-Epidemie 2013/14 starben in Guinea, Sierra Leone und Liberia insgesamt 11.300 Menschen. Die WHO hatte den Ausbruch damals unterschätzt und wurde massiv kritisiert.

Von epd/dpa/RND

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