Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Wissen Wie der Klimawandel den Speiseplan von Rentieren verändert
Nachrichten Wissen Wie der Klimawandel den Speiseplan von Rentieren verändert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:59 28.05.2019
Wilde Rentiere im arktischen Norden Norwegens fressen Seetang, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Quelle: Brage B. Hansen/NTNU/dpa
Anzeige
Trondheim

Wilde Rentiere im arktischen Norden Norwegens fressen Seetang, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Indem sie ihre herkömmliche pflanzenbasierte Ernährung mit Algen ergänzen, könnten sie in der besonders von der globalen Erwärmung betroffenen Arktis letztlich ihre Überlebenschancen erhöhen, wie Forscher unter Führung der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) herausgefunden haben.

Die Wissenschaftler haben sich für ihre im Fachmagazin „Ecosphere“ veröffentlichte Studie den Kot der Spitzbergen-Rentiere angeschaut. Genauer gesagt analysierten sie in den Hinterlassenschaften das Verhältnis von Kohlenstoff-, Stickstoff- und Schwefelisotopen. Daraus konnten sie auf die Nahrung der Tiere rückschließen. Spitzbergen-Rentiere haben weltweit am nördlichsten ihr Zuhause. Sie haben sich besonders gut an die Kälte in der Arktis angepasst, unter anderem durch ihre gedrungene, recht runde Statur.

Seetang alleine macht die Rentiere nicht satt

Obwohl das zunächst paradox klingen mag, macht die Erderwärmung den kältebeständigen Tieren das Leben zunehmend schwerer. Warme Winter sorgen regelmäßig für Regen, durch den auf vielen Schneedecken eine Eisschicht entsteht. Diese ist für die Rentiere undurchdringlich, sie können nicht mehr an kleine Pflanzen und Gras unterhalb des Schnees gelangen. Aus diesem Grund suchen sie nach anderen Nahrungsquellen – und greifen dafür laut den Forscher auch auf Seetang zurück.

Lesen Sie hier:
Wilderer und der Klimawandel bedrohen wilde Rentiere

Allein davon könnten sie sich aber nicht ernähren, erklärte der NTNU-Biologe Brage Bremset Hansen. „Sie bewegen sich jeden Tag zwischen der Küste und den wenigen eisfreien Vegetationsstellen hin und her. Deshalb ist klar, dass sie es mit normalem Futter kombinieren müssen, was auch immer sie finden.“

Von RND/dpa

Wer mit Liebe seine Zimmerpflanzen hegt und pflegt, möchte trotzdem gerne in den Urlaub fahren und sie danach nicht vertrocknet vorfinden. Mit diesen Tipps überleben Ihre Zimmerpflanzen den Urlaub – der nette Nachbar wird außerdem entlastet.

28.05.2019

Nachdem in Malaysia das letzte männliche Sumatra-Nashorn gestorben ist, schlagen Tierschützer Alarm. Wilderei und die Zerstörung von Lebensraum bedrohen die Tiere massiv. Verzweifelt wird versucht, die Art noch zu retten – doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

28.05.2019

Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit oder Haarausfall – Eisenmangel kann sich auf viele Art und Weisen bemerkbar machen. Wir haben die wichtigsten Warnhinweise und Gründe für Mangelerscheinungen zusammengestellt.

27.05.2019