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Wissen Wie der Klimawandel die Waldbrände in Kalifornien befeuert
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16:59 12.11.2018
Ein Flugzeug lässt Löschmittel über einem Waldbrand in den Bergen nahe der Malibu Canyon Road ab. Quelle: Richard Vogel/AP
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„Die Waldbrände in Kalifornien erreichen gerade leider eine ganz neue Dimension extremer Waldbrände in einem bereits extremen Feuer-Jahr im US-Bundesstaat – angeheizt durch den menschgemachten Klimawandel“, sagte Waldbrand-Expertin Kirsten Thonicke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Bereits jetzt hat das Feuer dort eine Fläche zerstört, die mehr als doppelt so groß ist wie das Saarland. Mehr als 6000 Gebäude sind verbrannt.

Ein sich rasend schnell ausbreitender Waldbrand macht den Feuerwehrleuten in Nordkalifornien zu schaffen. Auch im Süden des US-Bundesstaates lodern flammen. Mehrere Menschen kamen bereits ums Leben, hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen.

Verschiedene Faktoren begünstigten sich bei den Waldbränden in Kalifornien gegenseitig, so Thonicke. Durch den ausbleibenden Regen in Kalifornien in den vergangenen Jahren sei es dort bereits extrem trocken. Verschlechtert werde die Situation durch die ungewöhnlich hohe Zahl von 129 Millionen toten Bäumen als Folge der kalifornischen Megadürre der letzten Jahre. Zusätzlich angefacht würden die Waldbrände durch extreme Winde und geografische Bedingungen von hohen Bergen und tiefen Tälern, die wie Schlote wirkten. Natürliche Faktoren und vom Menschen verursachte globale Erwärmungseffekte spielen der PIK-Expertin zufolge dabei „verheerend zusammen.“

Gouverneur: „Die neue Abnormalität“

„Es ist leider ganz klar, dass solche Ereignisse mit ungebremstem Klimawandel wahrscheinlich zunehmen werden“, konstatiert Thonicke. Die globale Erwärmung und die damit steigenden Temperaturen erhöhen das Risiko von Dürren, die zu zerstörerischen Waldbränden mit beispiellosen Auswirkungen führen können. Dies ist und wird eine völlig neue Herausforderung für die Feuerwehrleute, die politischen Entscheidungsträger und die Bürger in Kalifornien – und in vielen anderen Regionen der Welt.“

Auch Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown vertritt die Position zahlreicher Forscher, die den Klimawandel mit steigenden Temperaturen für schlimmere Dürren, heftigere Waldbrände und andere Wetterextreme verantwortlich machen. Er zeichnete ein düsteres Bild für den dürregeplagten Westküstenstaat. „Dies ist nicht die neue Normalität, es ist die neue Abnormalität“, sagte Brown.

Von Sonja Fröhlich/RND

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